Bärlauch-Variationen, vielfältig einsetzbar

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Hallo Ihr Lieben!

Jedes Jahr im Frühjahr freue ich mich auf die Bärlauchzeit. Sie ist zwar nur kurz, aber intensiv. Bärlauch ist sehr vielfältig in der Küche einsetzbar. Daher habe ich in meinem heutigen Post allerlei Bärlauch-Variationen für euch. Da ist bestimmt für jeden Geschmack etwas dabei.

 

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Die Bärlauchzeit beginnt je nach Witterung Mitte März und endet Mitte Mai. Der Bärlauch duftet intensiv nach Knoblauch, hat eine gewisse Schärfe und eine angenehme Frische. Durch seinen intensiven Duft den er verströmt nennt man ihn auch Waldknoblauch, oder Wildknoblauch. Er wächst hauptsächlich in schattigen Laubwäldern auf feuchten Böden. Ab Mitte April kann man ihn aber auch gut an seinen weißen Blüten erkennen. Allerdings schmeckt er vor der Blüte am aromatischten.

Aber Achtung beim selber sammeln! Denn der Bärlauch sieht den giftigen Maiglöckchen und den ebenso giftigen Herbstzeitlosen sehr ähnlich. Wer da sicher gehen will kauft ihn lieber auf dem Markt. Bärlauch schmeckt aber nicht nur gut, sondern hat auch noch positive Eigenschaften. Er ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Des weiteren besitzt Bärlauch die gleiche positive Wirkung auf unsere Gesundheit wie Knoblauch. Er hilft unter anderem bei Magenbeschwerden und wirkt sich positiv auf den Stoffwechsel aus.

Soviel erst mal zu diesem leckeren Wildgemüse. Jetzt komme ich zu den diversen Bärlauch-Variationen. Insgesamt habe ich vier (fünf) Varianten gemacht zu denen ich auch das eine oder Verzehrbeispiel gebe. Wenn man den Bärlauch putzt und von den Stielen befreit muss man mit einem Verlust von ca. 45% rechnen. Aus diesem Grund habe ich immer die frische Menge hinter die Rezeptmenge geschrieben. Alles in allem habe ich 900 g frischen Bärlauch verbraucht.

 

Man nehme für die leckeren Bärlauch-Variationen

Bärlauch-Salz

70 g Bärlauch geputzt; entspricht ca. 130 g frisch

400 g grobes Meersalz

Bärlauch-Butter

200 g Butter, Zimmertemperatur

70 g Bärlauch geputzt; entspricht ca. 130 g frisch

1 TL Zitronenöl

Salz, Pfeffer

Bärlauch-Öl mit ganzen Blättern

90 g Bärlauch geputzt; entspricht ca. 160 g frisch

500 ml mildes Olivenöl

250 ml Rapsöl

1 kl. Chilischote

Bärlauch-Öl fein püriert

100 g Bärlauch geputzt; entspricht ca. 180 g frisch

400 ml mildes Olivenöl

200 ml Rapsöl

Bärlauch-Pesto

170 g Bärlauch geputzt; entspricht ca. 300 g frisch

80 g gehackte Mandeln (alt. gehackte Haselnüsse)

70 g Parmesan, gerieben

2 TL Zitronenöl

200 ml Rapsöl

Salz, Pfeffer

etwas Rapsöl zum „bedecken“

 

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Bärlauch-Salz vor dem Trocknen

 

Man mache

Bärlauch-Salz

Den Bärlauch waschen, trocken schleudern, putzen, mit einem Messer grob kleinschneiden und im Mixer fein pürieren. Das Salz hinzugeben und alles solange mixen bis es eine einheitlich grüne Farbe hat.

Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und bei 60 Grad im Ofen für ca. 2 Stunden trocknen lassen. Wenn das Salz trocken ist kann man es fein mahlen oder so grob lassen. In luftdicht verschließbare Behältnisse füllen. Hält sich bis zu einem Jahr und schmeckt lecker auf Tomaten, weich gekochten Eiern, auf frischem Brot mit Butter oder auch Fisch.

 

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Bärlauch-Salz

 

Bärlauch-Butter

Den Bärlauch waschen, trocken schleudern, putzen, mit einem Messer grob kleinschneiden und mit den anderen Zutaten im Mixer zerkleinern und gut durchmischen. Noch mal abschmecken. Entweder sehr zügig verwenden, oder portionsweise einfrieren. Schmeckt hervorragend auf Brot, Fisch oder leckeren Steaks.

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Stulle mit Bärlauch-Butter; -Pesto und Spargel

 

Bärlauch-Öl

In diesem Falle habe ich zwei Varianten mit dem Bärlauch gemacht. Beginnen werde ich mit den eingelegten Blättern. Den Bärlauch waschen, trocken schleudern, putzen und in gröbere Streifen schneiden. Die Chilischote halbieren und entkernen. Bärlauch und Chilischote in eine saubere, trockene Flaschen geben und mit den beiden Ölsorten auffüllen. Je nach Wunsch der Geschmacksintensität kann man den Bärlauch nach 3 Tagen oder eben später wieder rausnehmen. Am besten durch ein Sieb in eine neue Flasche gießen. Man kann das Öl gut 8-10 Wochen im Kühlschrank lagern und vielfältig, z.B. im Salat einsetzen.

Beim zweiten Bärlauch-Öl muss der Bärlauch auch wieder gewaschen, getrocknet geschleudert und geputzt werden. Mit einem Messer grob hacken und mit den beiden Ölen im Mixer fein pürieren. Zugedeckt über Nacht ziehen lassen und am nächsten Tag durch ein feines Sieb in eine Flasche füllen. Hält sich im Kühlschrank ca. 6-8 Wochen.

 

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Pasta mit Bärlauch-Pesto und -Öl

 

Bärlauch-Pesto

Den Bärlauch waschen, trocken schleudern, putzen, mit einem Messer grob kleinschneiden und im Mixer pürieren. Parmesan reiben und mit den Nüssen und restlichen Zutaten dazu geben. Gut durchmischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. In Gläser abfüllen und mit etwas Rapsöl bedecken. Somit hält sich das Pesto länger frisch. Im Kühlschrank gut 4 Wochen.

Wie ihr seht kann man sich schon einen ganzen Tag mit der Herstellung dieser verschiedenen Bärlauch-Variationen beschäftigen. Aber der Lohn ist, dass man erst mal für einige Zeit immer Bärlauch im Kühl- bzw. Gefrierschrank hat. Ich wünsche euch einen schönen Mittwoch. Am Samstag gibt es dann wieder etwas Süßes in Raw und als Zebra ….  Lasst euch überraschen.

 

Genießt das Leben!

Michael

 

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2 comments

  1. Hm…die Bärlauch-Saison beginnt Mitte Mai und endet Mitte Mai? 🙂

  2. Sehr toller Post und wirklich klasse Fotos!! Macht echt was her. Finde es immer schön, mir das Werk professioneller Blogger (wozu auch gute Fotos gehören) anzusehen.

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