Food-Fotografie-Workshop mit Corinna Gissemann – Übung macht den Meister

 

Hallo Ihr Lieben! 

Heute gibt es leider keine nachkoch- bzw. nachbackbaren Rezepte für euch. Dafür dürft ihr euch an meinem Bericht und schönen Bildern erfreuen, die ich im Rahmen eines Food-Fotografie-Workshop bei Corinna Gissemann gemacht habe. So viel sei schon mal vorab gesagt, ein Food-Fotografie-Workshop mit ihr lohnt sich auf jeden Fall. Alles weitere erfahrt ihr auf ihrer Webseite.

 

Vor neun Tagen war ich bei der bekannten Foodfotografin Corinna Gissemann zu Gast. Schon zu Anfang meiner Zeit als Blogger und „Food-Fotograf“ habe ich ihr Buch Food-Fotografie – Leckere Bildrezepte für Einsteiger  gelesen. Es begleitet mich auch heute immer noch wenn ich mal schnell etwas nachschauen will. Im August letzten Jahres hatte ich die Gelegenheit an einem Food-Foto-Workshop mit Corinna, in Hamburg, teilnehmen zu können. Dort ging es um die Light- und Moody-Style-Fotografie. Es war sehr interessant zu erfahren was es mit der Lichtführung und deren Steuerung auf sich hat. Allerdings war die Gruppe sehr groß und da blieb der Einzelne mit seinen Fragen doch eher auf der Strecke. So hatte ich mit mir für dieses Jahr vorgenommen einen One-To-One-Workshop bei Corinna zu besuchen.

 

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Im Herbst 2015 hatte ich erste zarte Schritte in Richtung Foodfotografie unternommen. Für mein damaliges Bistro hatte ich einen Foodkalender erstellt, den ich heute eher als „grauenvoll“ bezeichnen würde. Des weiteren bat mich ein befreundeter Unternehmer zum 25. Firmenjubiläum ebenfalls einen solchen Kalender zu erstellen. Das habe ich natürlich gerne getan. Der Kalender ist ganz schön geworden, aber heute würde ich mich nicht mehr trauen solche Bilder heraus zugeben. Zumal ich für diese beiden Kalender die Bilder noch im Querformat fotografiert habe, was ich heute eher sehr selten mache.

Es ging einige Zeit ins Land bis ich endlich Mitte Juni 2016 meinen ersten Blogpost veröffentlicht habe. Von da an ging das große lernen los und wird auch nicht mit diesem Food-Fotografie-Workshop enden. Denn „learning by doing“ und ständiges üben bringen einen erst richtig weiter.

An dem vereinbarten Termin, einem Dienstag, ging es dann zu Corinna. Nach einem herzlichen Empfang und verteilen meines mitgebrachten Equipments, in ihrem Wohnzimmer, wurden erst mal die in der Küche bereit gelegten Props und zu fotografierende Lebensmittel begutachtet. Die Auswahl war riesengroß so dass alles Mögliche vor die Linse gestellt werden konnte.

 

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Bei einer guten Tasse Kaffee haben wir erst einmal einige meiner bisherigen Blog-Bilder besprochen und analysiert. Dabei gab es für mich schon die ersten, sehr guten, Tipps.

Nach der Theorie und Beantwortung einiger meiner Fragen ging es dann in die Praxis. Als erstes habe ich mich der Light-Fotografie gewidmet. Hierzu wählte ich einen kleinen Kuchen aus den ich mit etwas Obst verziert habe. Danach habe ich mir die passenden Props und den Untergrund ausgesucht. Jetzt wurde alles entsprechend arrangiert und ich konnte mit dem Licht spielen. Ich habe Fotos mit seitlichem, frontalem und Licht von schräg-vorne gemacht. Es war sehr interessant zu sehen wie sich die Fotos in ihrer Wirkung dadurch veränderten.

Anbei zeige ich euch mal die unterschiedlichen Lichtansätze von seitlich, schräg vorne und direkt von vorne.

 

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Des weiteren haben wir auch den Untergrund gewechselt von hell in eine Art „Backblech-Optik“. Dieser Untergrund hat mir so gut gefallen, dass ich ihn sofort bei Corinna bestellt habe. Näheres findet ihr unter Props.

 

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Bei dieser Fotoreihe haben wir sehr viel Spaß gehabt. Ich habe des Öfteren versucht, ganz locker aus dem Handgelenk, rote Johannisbeeren drum herum zu platzieren/werfen. Leider blieben sie auch nach dem  X-ten Wurfversuch nicht dort liegen wo ich sie gerne gesehen/fotografiert hätte. Also hörte ich auf mit Johannisbeeren zu werfen und nahm stattdessen Mandelstückchen. Die waren zum Glück etwas besser zu werfen und blieben auch liegen.

Nach dem süßen Kuchen kam der Käse dran. Hier habe ich kein reines Produktfoto gemacht sondern ein, ich nenne es mal Story-Foto. Das heißt neben dem Käse habe ich noch etwas mehr dazu und drum herum platziert. Somit bekam das Foto auch eine kleine Story. Bei mir war es die, dass der Käse ansprechend zum Essen angerichtet ist.

 

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Nach dem hellen Teil kam die Moody-Fotografie. Passend zu diesem Übungsteil verdunkelte sich draußen der Himmel derart, dass man meinte die Welt ginge unter. Unser Shooting wurde von einem kräftigen Gewitter, Hagel und Regen begleitet. Nichtsdestotrotz habe ich – in the mood oft he moody-style – fleißig weiter fotografiert, allerdings mit sehr langen Belichtungszeiten.   

Da es langsam auf die Kaffeezeit zuging habe ich mir als erstes einen leckeren Gugelhupf vorgenommen. Ich habe ihn ein wenig mit Schokoladensauce und Zuckerherzchen aufgepeppt. Habe mir die passende Unterlage/Hintergrund ausgesucht und los ging es. Besonders angetan hatte es mir ein Blechteller den ich kurzerhand umgedreht und als Kuchenplatte genutzt habe. Nach dem das Bild mit den entsprechenden Pappen abgedunkelt worden war konnte ich loslegen. Gerade bei der Moody-Fotografie ist es sehr interessant wie man mit der Lichtführung die unterschiedlichsten Effekte erzielen kann. Das war total spannend und mit dem Style habe ich in den nächsten Woche noch viel zu üben. Auch die Wirkung die ein paar, im diffusen Hintergrund, gestapelte Teller ausmachten war einfach genial.

 

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Als letztes wurde es dann etwas rustikaler bei der Moody-Fotografie. Ich hatte schon den ganzen Tag mit einer kleinen Holzkiste geliebäugelt und nun kam sie zum Einsatz. Als Lebensmittel hatte ich mir Tagliatelle und Pfifferlinge ausgesucht um damit im Moody-Style eine Art Zutatenfoto zu machen. Hinzu kam noch, dass ich es als Flatlay aufgenommen habe. Auch bei dieser Serie habe ich wieder, unter fachkundiger Anleitung von Corinna, mit dem Licht gespielt. Wir haben das Set mit unterschiedlich vielen Pappen umstellt und bekamen so immer eine andere Wirkung zu sehen.

 

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Nachdem alle Fotos im Kasten waren haben wir uns an den PC gesetzt, um ein paar von den Bildern in Lightroom zu bearbeiten. Vorab habe ich von Corinna ein paar Presets erhalten um diese in Zukunft auch bei meinen Fotos einsetzen zu können. Nach einer ersten Fotoauswahl hatte ich mich pro Motiv für ein Foto entschieden, das ich unter den fachkundigen Augen von Corinna bearbeitet habe. Hierbei bekam ich weitere sehr wertvolle Tipps. Die eine oder andere Frage die ich noch zu diesem Thema hatte konnte ich danach auch als beantwortet abhaken.

So ging ein langer und sehr, sehr interessanter Tag zu Ende. Mein Kopf war voller super Eindrücke und vieler neuer Erkenntnisse. Es hat sich auch für mich bestätigt, dass ich mit der Food-Fotografie das Richtige gefunden habe.

Zum Schluss gab es von Corinna ein ganz tolles Geschenk über das ich mich sehr gefreut habe. Beim Auspacken habe ich gesehen, dass ein Messerchen dabei war, das ich vorab als Prop genutzt hatte. Das kam natürlich prima bei mir an. Denn solche Sachen suche ich immer. Vielen Dank dafür noch mal liebe Corinna.

Aber auch ich, als „Küchenlümmel“, hatte eine Kleinigkeit für Corinna. Ein Glas mit Bärlauchsalz, dass sie schon am nächsten Tag in Szene gesetzt und auf ihrer Seite bei Facebook gezeigt hat. Es ist echt klasse geworden.

Auf meinem langen Rückweg gingen mir noch einmal sehr viele Gedanken Eindrücke von diesem ereignisreichen Tag durch den Kopf. Es war ein Tag der mich in der Food-Fotografie wieder ein Stück weiter gebracht hat

Ich bin Corinna sehr, sehr dankbar für diesen Tag. Für das Wissen was sie mir vermittelt hat, für ihre ruhige und nette Art. Ich kann an dieser Stelle euch wirklich empfehlen besucht einen ihrer Workshops. Oder, zumindest um mal erste Eindrücke zu bekommen könnt ihr euch auf Facebook, Instagram und ihrem  You-Tube-Kanal schon mal etwas ansehen und erste Tipps holen.

Zu Hause habe ich mir meine Bilder und besonders die Bearbeiteten angeschaut. Was soll ich euch sagen, ich war einfach happy. Solche tollen Bilder, die ich gemacht habe. Da war ich und bin es auch heute noch sehr stolz drauf. Für die technisch Interessierte unter euch möchte ich natürlich noch meine Equipment-Daten bekannt geben. Fotografiert habe ich mit einer NIKON D750. Überwiegend mit einem NIKON 105er Makro und leihweise bei dem Flatlay mit einem Tamrom 90er Makro von Corinna. Als Stativ nutze ich ein Manfrotto 055 X Pro 3 mit 3-Wege Neiger. Die Behind-the-Scenes-Fotos habe ich mit meinem Handy, einem SAMSUNG Galaxy S6 Edge, gemacht.

Vielen Dank noch mal an die liebe Corinna.

 

Liebe Grüße

Michael

 

Am Samstag gibt es an dieser Stelle dann wieder etwas für die Zuckermäulchen unter euch.

3 comments

  1. Lieber Michael, ich war auf dein Bericht sehr gespannt. Die Bilder sind super geworden, vor allem die Moody-Fotos finde ich toll. Danke, dass du auch behind-the-scene Fotos zeigst, so kann man den Set-up sehen. So ein Einzelcoaching ist was tolles, ich hoffe ich kann es irgendwann auch machen.
    LG, Diana

  2. Lieber Michael,

    ich fand es ganz toll, dass wir uns nochmal wiedergesehen haben und es war ein schöner, lustiger und erfolgreicher Tag :).
    Es hat mir sehr viel Spaß bereitet mit dir zu arbeiten und deine Ergebnisse zu sehen.

    Vielen Dank, dass du da warst :).

    LG Corinna

  3. Lieber Michael,

    super schöne Fotos! Ich bin auch totaler Corinna Fan und fand ihr Einzelcoaching auch viel besser, als das in Hamburg! Alleine hat man einfach mehr Zeit seine Fragen zu stellen 😉
    Liebe Grüße
    Dési

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