Rharbaber-Tarte mit Vanillecreme – oder wie bekommt man den Rhabarber gebogen … [vegan]

 

Hallo Ihr Lieben! 

Jetzt zu Beginn der Frühlingszeit gibt es überall schon viele Leckereien wie Spargel, Rhabarber und teilweise Erdbeeren. Da aber die Erdbeeren noch eher säuerlich schmecken werde ich mich erst vermehrt dem Rhabarber widmen. Passend zum Osterfest habe ich eine leckere Rhabarber-Tarte mit Vanillecreme gemacht. Das vereint zwei Kindheitserinnerungen bei mir. Zum einen an die Tarte selbst, und zum anderen an Rhabarberkompott mit ganz viel Vanillesauce. Dieses Kompott wurde dann noch mit Erdbeeren verfeinert wenn sie schön reif waren.

 

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Was Mutters Gemüse- und Obstgarten anging war ich schon ein verwöhntes Kind. Aber im positiven Sinne. Denn so habe ich vieles frisch aus dem Garten kennen und schätzen gelernt. Es war immer eine große Freude wenn nach und nach die ganzen leckeren Sachen geerntet wurden.

Beim Rhabarber stellt sich immer als erstes die Frage: „Ist es ein Gemüse, oder Obst?“. Was meint ihr in welche Kategorie gehört er? Rhabarber ist eine Gemüsesorte, einfacher gesagt ein Blattstiel der ursprünglich aus China kommt. Sein Geschmack reicht von säuerlich bis, je nach Sorte, süß-sauer. Rhabarber enthält viel Vitamin C, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und den verdauungsfördernden Ballaststoff Pektin. Aber auch Oxalsäure die bei richtiger Zubereitung ungefährlich ist. Daher sollte Rhabarber geschält und gegart verzehrt werden. In der Küche ist er vielfältig einsetzbar. Schwerpunktmäßig aber in der süßen Küche für Desserts, Kuchen, Eis und vielem mehr. Die Rhabarbersaison beginnt in der Regel im April sobald die Stiele grünlich-rot und eine Länge von 25 cm erreicht haben. Zeitgleich mit dem Spargel endet die Rhabarbersaison am Johannistag, dem 24. Juni.

 

Wie dreht man eigentlich Rhabarberstangen?

Bevor ich jetzt zu den Zutaten und der Zubereitung komme möchte ich Euch noch kurz erzählen wie es zu dieser Rhabarber-Tarte gekommen ist. Ich hatte diese Tarte bei einer meiner Lieblingsbäckerinnen Vesna gesehen und wollte das unbedingt nachmachen. Tarteboden und Füllung war klar, aber wie bekomme ich den Rhabarber so schön rot und gebogen. Ich hatte echt Angst, dass mir die Stangen durchbrechen würden. Also habe ich bei Vesna um Rat gefragt. Es gingen einige SMS hin und her bis ich dann den Dreh heraus hatte. Also habe ich Abends noch den Rhabarber geputzt, zurecht geschnitten und in rotem Traubensaft eingelegt. Traubensaft deswegen, weil ich nichts anderes zum „Färben“ zu Hause hatte. Als ich am anderen Morgen den Rhabarber herausnahm war er eingefärbt und biegsam. 

Nun geht es aber mit großen Schritten in die Küche um diese leckere Rhabarber-Tarte zu backen. Auf eines möchte ich schon vorab hinweisen. Die Rhabarberstiele müssen über Nacht eingelegt werden. In der Regel nimmt man dafür Cranberry- oder Granatapfelssaft. Des weiteren möchte ich noch erwähnen, dass dieses Rezept vegan ist.

 

 

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Man nehme für die Rhabarber-Tarte

5-6 große Stangen Rhabarber

750 ml roter Traubensaft (alt. Cranberry- oder Granatapfelssaft)

2 EL Zucker

Teig

1 Pack. Backmischung VEGANER MÜRBETEIG (v. Mit Liebe Backen)

125 g weiche Margarine

10 g Chia-Samen

1 Pack. Bourbon-Vanillezucker

1 EL Zimt & Zucker

3 EL gehackte Mandeln

Füllung

2 Pack. Vanillepudding-Pulver von Natur-Companie

2 Pack. Bourbon-Vanillezucker

1 EL Zucker zusätzlich

1L Mandelmilch mit Vanillegeschmack

Abrieb von einer Bio-Orange

Außerdem

Tarteform Ø 24 cm; Höhe 5 cm

1-2 EL Pistazien gehackt

 

 

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Man mache

Den Rhabarber waschen und in feine Streifen schneiden. Am besten mit einem scharfen Messer, oder mit einem Gemüseschäler. Die Rhabarberstreifen dann mit Saft und Zucker über Nacht einlegen. So bekommen sie eine schöne rötliche Färbung. Am nächsten Morgen die Rhabarberstreifen herausnehmen du gut abtropfen lassen. Den verbleibenden Saft kann man z.B. gut ins morgendliche Smoothie mischen.

Für den Mürbeteig den Chia-Samen in 5 EL Wasser für 10 Minuten quellen lassen. Die Backmischung mit den beiden Zuckern, der Margarine und dem gequollenen Chia-Samen in eine Rührschüssel geben. Den Teig mit den Händen solange kneten, bis eine Teigkugel entsteht. Diesen mit einem Nudelholz auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen. Tarteform mit Margarine auspinseln. Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Vanillepudding lt. Packungsanweisung herstellen mit dem zusätzlichen Zucker. Allerdings wird statt der Vollmilch in diesem Fall – da vegan – die Mandelmilch verwendet. Nach dem aufkochen den Orangenabrieb zugeben und gut verrühren. Kurz auskühlen lassen.

Den ausgerollten Teig in die Tarteform legen und am Rand gut andrücken. Die gehackten Mandeln darüber streuen. Nun den warmen Pudding einfüllen. Kommen wir nun zum kniffeligsten Teil. In der Mitte beginnend werden nun die Rhabarberstreifen kreisförmig auf dem Pudding angeordnet. Je nach Wunsch oder Menge kann man bis zum Rand die Streifen legen, oder schon etwas eher aufhören. Die Tarte in den Backofen geben und ca. 40 – 45 Minuten backen. Anschließend auskühlen lassen. Dazu kann man die Tarte auch für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.

Die Tarte ist etwas schwierig anzuschneiden. Daher sollte hierfür ein scharfes Messer verwendet werden damit man gut durch die Rhabarberstreifen kommt. Nun steht dem Genuss dieser leckeren Rhabarber-Tarte nicht mehr im Wege. Ich wünsche euch ein schönes und genussvolles Osterfest.

 

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Nächsten Mittwoch geht es dann weiter mit allerlei Kleinigkeiten vom Bärlauch. Lasst euch überraschen. Das schöne Kaffeegeschirr ist von Bloomingville und erhältlich bei Natürkunst Münster.

 

Genieß das Leben!

Michael

 

 

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