Grießschnitten mit Zwetschgenkompott – ein spätsommerlicher Genuss

⇩ zum Rezept ⇩

 

Immer wenn es auf Mitte/Ende August zugeht freue ich mich auf die kommende Zwetschgenzeit. Jetzt habe ich mit marktfrischen Zwetschgen knusprige Grießschnitten mit Zwetschgenkompott gemacht. Das schmeckt nicht nur am Nachmittag zum Kaffee. Ich kann das auch schon zum Frühstück genießen.

Schon in meiner Kindheit hat mich der Grießbrei, Grießpudding, Grießflammerie und so weiter ständig verfolgt, aber im positiven Sinne. Ich mochte das immer sehr gerne und das ist auch heute noch so. Was ich allerdings noch nie gegessen habe sind Grießschnitten gewesen. Als ich das in einem Kochbuch gesehen habe musste ich es natürlich ausprobieren.

 

Grießschnitten mit Zwetschgenkompott (1 von 7)

 

Grießschnitten mit Zwetschgenkompott

Mein Grießschnitten Rezept habe ich mit Weichweizengries gemacht. Man kann aber auch Dinkelgrieß verwenden, was sich geschmacklich und auch von der Konsistenz her nicht großartig unterscheidet.

Ansonsten ist es recht einfach diese Schnitten herzustellen. Einfach den Brei herstellen und auf einem Backblech oder ähnlichem ausstreichen und auskühlen lassen. Anschließend schneidet man den Teig in Rauten und wälzt ihn einer Panade. Dann nur noch Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und darin die Grießschnitten backen. Vor dem Servieren werden die knusprigen Grießschnitten noch mit etwas Zimtzucker bestreut. Das zusammen mit dem Zwetschgenkompott ist Genuss pur.

In der Zwischenzeit, wenn die der Grießbrei auskühlt, kann man prima das Zwetschgenkompott zubereiten. Auch das Zwetschgenkompott Rezept ist recht einfach. Die geputzten und vorbereiteten Zwetschgen werden mit Wein, Zucker und den Gewürzen aufgekocht und dann köcheln gelassen.

Dieses fruchtig-süße Kompott passt sehr gut zu den Grießschnitten. Man kann beides zusammen im durchgekühlten Zustand sehr gut ins Büro oder zu einem Picknick mitnehmen. ABER! Mir schmeckt es am besten wenn beides noch warm ist.

Wer dem ganzen noch die Krönung aufsetzen möchte, der kocht sich noch eine leckere Vanillecreme dazu. Mehr Geschmack geht dann wirklich nicht mehr. Mein Rezept findet ihr wie immer am Ende des Posts.

 

Grießschnitten mit Zwetschgenkompott (2 von 7)

 

Die gewissen Unterschiede

Ich spreche hier und heute von Zwetschgen und von Gries, und bei beiden Produkten gibt es auch gewisse Alternativen mit einem kleinen Unterschied.

 

Zwetschgen vs. Pflaumen

Pflaumen sind rund und im Gegensatz zu den länglicheren Zwetschgen saftiger. Sie eignen sich daher besonders gut für Mus, Konfitüren und Chutneys.

Zwetschgen zeichnen sich durch ein festeres Fruchtfleisch aus, dass auch nach dem Erhitzen so einigermaßen seine Form behält. Sie lassen sich im Gegensatz zu anderen Pflaumensorten leicht entsteinen, da sich der Kern gut vom Fruchtfleisch löst. Aufgrund dessen sind Zwetschgen hervorragend zum Kuchen backen geeignet, so zum Beispiel für meinen Zwetschgenkuchen vom Blech, für das ich euch den Link unten eingestellt habe.

 

Weichweizengrieß vs. Hartweizengrieß

Hartweizengrieß wird aus dem Urkorn Emmer hergestellt und für viele Speisen verwendet, die hart bzw. fest werden sollen, z.B. für Pasta, Couscous, Bulgur oder Grießklöße, etc. Es hat einen hohen Anteil an Gluten und eine hohe Kochfestigkeit.

Weichweizengrieß wird aus dem klassischen Weizenkorn hergestellt und für alle Speisen verwendet, die weich werden sollen, z.B. weiche Grießspeisen und auch, die meisten von euch werden es noch kennen, für Babynahrung.

 

Grießschnitten mit Zwetschgenkompott (1 von 7)

 

Nach ein wenig Warenkunde möchte ich jetzt auch langsam zum Ende meines heutigen Posts kommen. Ich hoffe meine Grießschnitten mit Zwetschgenkompott, die für mich ein spätsommerlicher Genuss sind, haben euch gefallen. Vielleicht probiert ihr es einmal aus. Das Rezept habe ich aus dem Buch „Deftig vegetarisch“ von Anne-Katrin Weber.    

Meinen nächsten Post gibt es hier wieder am Freitag, den 9. September. Dann stelle ich euch ein leckeres, vegetarisches Gericht vor, dass ich in meinem Urlaub in Chicago gegessen habe. Lasst euch überraschen.

Genießt das Leben!

Michael

 

 

Wer noch Appetit auf mehr Zwetschgen hat wird bestimmt hier fündig.

Milchreis Cheesecake (8 von 8)
Milchreis Cheesecake mit Zwetschgenkompott
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Zwetschgentarte mit einem Zwillingsteig

 

 

Grießschnitten mit Zwetschgenkompott

Vorbereitungszeit30 Min.
Zubereitungszeit30 Min.
Gericht: Dessert, Gebäck, Grieß, Grießschnitten, Zwetschgen, Zwetschgenkompott
Keyword: Grießschnitten, zwetschgen, Zwetschgenkompott
Portionen: 24 Stück

Zutaten

  • Grießschnitten
  • 1 L Milch
  • 25 g Butter
  • 30 g Zucker
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Weichweizengrieß (alt. Dinkelgrieß)
  • 1 TL Abrieb von einer Bio-Zitrone
  • 4 Eier (Größe M)
  • 75 g Semmelbrösel
  • 75 g gemahlene Haselnüsse (alt. gem. Mandeln)
  • Kompott
  • 1 kg reife Zwetschgen
  • 125 ml Rotwein, oder Portwein, oder Holunderbeersaft
  • 125 g Zucker
  • 1 Zimtstange
  • 2 Sternanise
  • Außerdem
  • Butterschmalz (alt. Pflanzenöl)
  • Zimtzucker

Anleitungen

  • Grießschnitten
    Milch, Butter, beide Zucker und Salz aufkochen lassen. Den Grieß einrühren und unter ständigem Rühren 5 Minuten lang, bei kleiner Hitze, zu einem dicken Brei werden lassen. Den Topf vom Herd nehmen.
    Zitronenabrieb und 2 Eier gut unterrühren. Wenn die Eier in den Grieß eingerührt werden ist das ein wenig so als wenn man einen Brandteiganrührt. Unbedingt gut weiterrühren damit sich nichts am Topfboden festsetzt.
    Ein ausreichend großes Backblech (ca. ½ Größe vom normalen)mit etwas Wasser besprenkeln, oder besprühen (damit nicht das Backpapierverrutscht). Dann ein Blatt Backpapier auflegen und den Grießbrei darauf bestreichen. Für 30 Minuten abkühlen lassen.
    Kompott
    In dieser Zeit kann man gut das Zwetschgenkompott fertigstellen. Dafür die Zwetschgen waschen, halbieren und entkernen.
    Mit Wein Zucker und den Gewürzen in einen Topf geben. Aufkochen und abgedeckt bei leichter Hitze für 5-10 Minuten köcheln lassen. Wichtig ist, dass es nur leicht köchelt, damit sie nicht zu sehr zerfallen. Dann hat man auch im Kompott noch eine gewisse Stückigkeit.
    Die Zwetschgen mit einer Schaumkelle heraus nehmen, sorgfältig abtropfen lassen und in eine Schale geben.
    Die angefallene Kochflüssigkeit bei großer Hitze für ca. 10Minuten sirupartig einkochen lassen. Die Gewürze entfernen und den Sirup über die Zwetschgen gießen. Das Kompott abkühlen lassen.
    Den abgekühlten Grießbrei, am besten mit einem ganz leichtbefeuchteten Messer, in Rauten schneiden.
    Für die Panade der Grießschnitten die letzten beiden Eier in einem tiefen Teller verquirlen.
    In einem weiteren Teller die Semmelbrösel und Haselnüsse vermischen.
    Reichlich Butterschmalz oder Pflanzenfett in einer großen Pfanne erhitzen. Die Grießschnitten zuerst in den Eiern wenden und anschließend in den Nussbröseln Panieren.
    Portionsweise in dem heißen Fett von beiden Seiten in ca.3-4 Minuten goldbraun backen.
    Die fertigen Grießschnitten mit etwas Zimtzucker bestreuen und mit dem Zwetschgenkompott anrichten.

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Über-mich

Die Verbindung Food und Fotografie bedeutet für mich Genuss appetitlich ins rechte Licht zu setzen, so dass dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenläuft und er unweigerlich Lust aufs kochen, oder backen bekommt.

Aus dem Münsterland...

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