Käsesahnetorte mit Biskuitboden und Rhabarbercreme

– Ein Klassiker aus Uropas Rezeptbuch –

Ich habe mal wieder ein altes Familienrezept von meinem Uropa rausgekramt, denn das ist diese Käsesahnetorte mit Biskuitboden in der Tat. Sie gab es bei uns zu Hause nicht nur zu Geburtstagen, sondern auch immer mal wieder stand sie sonntags auf der Kaffeetafel. Mich hat dabei immer dieser fluffige Biskuitboden mit der Käsesahnecreme begeistert. Wenn man mit der Gabel so langsam durch das Kuchenstück runterging konnte man die Sahnecreme regelrecht „knistern“ hören.

Ich habe diese Käsesahnetorte mit Biskuitboden schon mit den verschiedensten Varianten an Obst gegessen. Ganz beliebt war sie immer mit Mandarinen und im Sommer kamen natürlich frische Erdbeeren mit hinein. Das machte die Käsesahnetorte immer noch etwas geschmackvoller.

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Käsesahnetorte

Dieses Wort muss man sich genauso langsam über die Zunge gehen lassen wie das Kuchenstück an sich. Ich habe es in meiner Kindheit geliebt, liebe sie noch heute und erfreue mich immer wieder an deren Anblick, egal ob zu Hause oder wenn ich mal in einer Konditorei zum Kuchen essen bin.

Eine Käsesahnetorte, oder auch Quark-Sahnetorte genannt, ist eine leckere Sahnetorte mit einem, in der Regel, hellen Biskuitboden oder einem sogenannten hellen Wiener Boden. Die typische Füllung besteht überwiegend aus Sahne, oder in Österreich aus Sahne mit Topfen (Quark). Oben drauf kommt dann immer reichlich Puderzucker.

Es gibt von dieser Torte auch eine holländische Variante mit einem Boden aus Blätterteig und auch oben drauf ist Blätterteig der dann mit einer Fondantglasur verfeinert wird. Auch die schmeckt ebenfalls oberlecker.

Käsesahnetorte mit Biskuitboden und Rhabarbercreme   

Die Käse-Sahne-Torte gehört bereits seit Generationen, nicht nur bei mir zu Hause, zu den beliebtesten Torten. Mein Rezept für diese Torte, aus Uropas Rezeptbuch, hat eine wunderbar cremige Füllung und einen besonders fluffigen Biskuitboden. Wobei Biskuitboden ist ja nur zur Hälfte richtig. Es wird schon ein Boden gebacken, der aber in der Mitte halbiert wird, so dass man quasi zwei Böden zur Verfügung hat.

Diesen Tortenklassiker gab es bei uns früher zu Hause recht häufig und das nicht nur mit einer reinen Käsesahnefüllung, sondern auch mit den verschiedensten Obstsorten, oder mit Rosinen, die auch schon mal in Rum getränkt waren. Am meisten kam die Käsesahnetorte mit Mandarinen, Ananas oder Erdbeeren auf den Tisch. Um die Torte mal mit einer neuen Obstvariante auszuprobieren habe ich sie mit einer Rhabarbercreme gemacht. Die habe mit Gelierzucker etwas cremig gekocht, abkühlen lassen und dann auf den unteren Boden gestrichen. Darauf kam dann die Käsesahne und zum Abschluss der obere Boden, der mit reichlich Puderzucker bestäubt worden ist.

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Diese Variante mit der Rhabarbercreme auf dem Biskuitboden hat mir sehr lecker geschmeckt, denn der Rhabarber bringt so eine feine Säure mit, die ich sehr schätze. Wenn ihr diese Torte auch backen wollt empfehle ich euch den Biskuitboden schon am Vorband zu backen, dann lässt er sich am nächsten Tag besser schneiden und ihr seid schneller damit fertig.

Immer wieder Sonntags ….

Auch meine Oma väterlicherseits machte immer eine ganz hervorragende Quarksahnetorte, wie sie bei ihr genannt wurde, aber im Prinzip das Gleiche war. Die gab es bei ihr meistens sonntags, wenn ich dort zu Gast war. Da habe ich mich dann immer schon die ganze Woche auf die Torte zum Kaffee, für mich gab es Caro-Kaffee, gefreut.

Vorher wurde immer erst noch etwas Fernsehen geschaut, denn mein Opa hatte sich einen der ersten Farbfernseher gekauft. Dort liefen dann im Nachmittagsprogramm erst immer „Die kleinen Strolche“ und anschließend folgte „Flipper“. Erst danach hieß es dann ran an die Kaffeetafel.

 

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Zählt eine Käsesahnetorte eigentlich zu den Käsekuchen?

Diese Frage habe ich mir, während ich den Text geschrieben habe, auch gestellt. Beim Käsekuchen gibt es sowohl die gebackene Variante, als auch die No-Bake-Variante.

Das Herzstück von beiden Kuchen ist ganz klar – die Füllung. Während bei der Käsesahnetorte diese überwiegend aus Sahne besteht, besteht sie beim Käsekuchen hauptsächlich aus Quark. Beim Cheesecake hingegen verwendet man Frischkäse, aber auch Hüttenkäse, sowie Sahne, oder Schmand, oder auch saure Sahne.

Die Füllung der Käsesahnetorte wird nicht gebacken sondern ihr wird mit Gelatine, oder einem anderen Geliermittel, zur Festigkeit verholfen. Beim Käsekuchen wird die Füllung gebacken. Beim Cheesecake gibt es ein sowohl, als auch. Der typische amerikanische Cheesecake wird im Wasserbad „gebacken“, aber die frischen No-Bake-Varianten werden auch nur mit Gelatine o.ä. verarbeitet und gefestigt.

Ebenfalls gibt es einen deutlichen Geschmacksunterschied. Die Käsesahnetorte schmeckt frischer und leichter aufgrund der Sahne und des fehlenden Backvorganges, während der gebackene Käsekuchen durch den Backvorgang schon anders schmeckt und auch fester ist.

Auch beim Boden gibt es Unterschiede. Die Käsesahnetorte gibt es eigentlich nur mit einem fluffigen Biskuitboden, den klassischen Käsekuchen mit einem Mürbeteigboden, oder auch mal ganz ohne Boden, und beim Cheesecake gibt es alle möglichen Varianten. Am häufigsten werden Kekse oder ähnliches mit Butter gemischt und müssen dann im Kühlschrank kurz fest werden.

Das war es dann wieder mal. Ich hoffe ich konnte euch im Rahmen meines Posts ein wenig den Mund wässrig machen und ihr probiert die Käsesahnetorte mit Biskuitboden einmal aus und bereichert damit eure Kaffeetafel.

Meinen nächsten Post gibt es hier wieder am Mittwoch, den 10. Mai. Dann geht`s um die Worscht, genauer gesagt um die Bratwurst. Dazu gibt es eine leckere Beilage die jetzt prima in die Grillsaison passt.

Genießt das Leben!

Michael

Wer noch nicht genug Käsesahnetorte hat, der wird bestimmt hier noch fündig

Käsesahnetorte mit Biskuitboden und Rhabarbercreme

Vorbereitungszeit1 Stunde
Gericht: Käsesahnetorte, Kuchen, Rhabarber, Torte
Küche: Around the world, Deutschland
Keyword: Käsesahnetorte, Kuchen, Rhabarber, Torte
Portionen: 10 Stück

Kochutensilien

  • 1 Springform Durchmesser 26cm

Zutaten

  • Biskuit
  • 4 Eier (Größe M)
  • 125 g Zucker
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Mehl (Typ 550)
  • 75 g Speisestärke
  • 2 gestr. TL Backpulver
  • 1/2 ½ Tonkabohne, fein gerieben
  • Rhabarbercreme
  • 250 g Rhabarber
  • 50 g Zucker
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • Saft von ½ Zitrone
  • 100 g Gelierzucker 2:1
  • Füllung
  • 6 Blatt Gelatine
  • 75 g Zucker
  • 1 EL Zitronensaft
  • 250 g Sahnequark
  • 500 ml Sahne
  • 1 Pack. Sahnesteif
  • 125 g Puderzucker

Anleitungen

  • Biskuit
    Es ist empfehlenswert den Biskuitboden schon am Vorabend zu backen, dann lässt er sich am nächsten Tag besser schneiden.
    Eier mit beiden Zuckern und Salz mit den Schneebesen einer Küchenmaschinecremig-dicklich aufschlagen (Dauer ca.: 3-5 Minuten).
    Inder Zwischenzeit den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
    Springformboden mit Backpapier belegen. ABER! Nicht den Rand der Springform einfetten. 
    Mehl, Speisestärke, Backpulver und Tonkabohne miteinander vermengen und nach und nach auf die Eier-Zuckermasse sieben. Das Mehlgemisch vorsichtig mit einem Teigspatel unterheben.
    Umrühren bis die Masse homogen ist, anschließend die Masse in die Form füllen und den Teig in der Springform von innen nachaußen mit einer Winkelpalette glatt streichen. 
    Den Teig im vorgeheizten Backofen für ca. 20-25 Minuten goldbraun backen. Währenddessen ein Kuchengitter mit einem Bogen Backpapier belegen.
    Den fertigen Biskuitboden in der Form auf das Kuchengitter stellen und mit einem Messer vorsichtig um den Randherum „fahren“ und somit vorsichtig den Rand von der Form lösen.
    Den Ring langsam öffnen und vorsichtig hochziehen. Nun den Boden vorsichtig mit dem anhaftendem Backpapier etwas hochheben und kopfüber auf das Kuchengitter mit dem Backpapier legen. So kann er bis zum nächsten Tag liegen bleiben und trocknet nicht aus.
    Am nächsten Tag den Biskuitboden einmal vorsichtig, mittig durchschneiden. Das geht am besten mit einem Tortenbodenteiler, oder alternativ mit einem langen Messer. Bei letzterem die Hand vorsichtig auf den Boden drücken und schön die Mitte treffen.
    Rhabarbercreme
    Rhabarber putzen, waschen, in kleine Stücke schneiden.
    Rhabarber, Zitronensaft und beide Zucker mischen und in einem Topf aufkochen. Den Gelierzucker zugeben und ca. 3-4 Minuten köcheln lassen. Von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen.
    Füllung
    Gelatine für 5 Minuten in kaltem Wasser einweichen.
    Zucker, Zitronensaft und Sahnequark miteinander verrühren.
    Eingeweichte Gelatine etwas ausdrücken, kurz leicht erhitzen und auflösen. Unter die Quarkmasse rühren.
    Sahne mit Sahnesteifsteif schlagen und vorsichtig in drei Schritten unter die Quarkmasse heben.
    Die untere Hälfte des durchgeschnittenen Teigbodens in eine Form legen, oder auf einen entsprechend großen Teller und einen Teigring drum herum machen.  
    Die vorbereitete und abgekühlte Rhabarbercreme auf den Boden geben und glatt streichen.
    Anschließend die Quarksahnemasse darüber geben und ebenfalls glatt streichen.
    Den zweiten Boden mit einem Tortenteiler in gleichmäßige Stücke schneiden und nacheinander auf die Quark-Sahnemasse setzen, leicht andrücken und für 4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
    Vor dem Servieren mit Puderzucker bestreuen.

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