Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren – ein sommerlicher Genuss

Wie hieß es früher in meiner Jugend so schön „Milch macht müde Männer munter ….“ Nun bin ich zwar nicht müde, aber ein großer Milchtrinker bin ich schon. Wisst ihr eigentlich, dass man Milch und Milchprodukte in den verschiedensten Süßspeisen und auch in deftigen Gerichten ganz prima verarbeiten kann? Als erfahrener Milchtrinker habe ich euch jetzt zur Sommerzeit eine leckere, cremige Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren gebacken.

Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren (1 von 4) (2)

Nee, echt gebacken? Mit Milch kann man doch nicht backen. Na ja, backen nicht unbedingt aber der Belag meiner Milchtarte mit Erdbeeren enthält Milch und Milchprodukte. Geht doch, oder?

Ach ja meine Jugend, bzw. mein Leben als Milchtrinker. Wir waren früher eine sechsköpfige Familie und da wurde so einiges an Milch verbraucht. Bei uns kam immer der Milchman mit seinem Wagen vorbei und es gab frisch gezapfte Milch, direkt in unsere Milchkanne.

Bevor der Milchmann kam, gab es in meiner Heimatstadt sogar noch eine kleine Molkerei wo man die Milch, frisch abgefüllt in 500 oder 1000 ml Becher kaufen konnte. Der Laden hatte seinerzeit den Ruf weg, als „Milch-Lisa“. Die gute Frau die hinter dem Tresen stand hieß so mit Vornamen.

Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren     

Ich backe des Öfteren gerne eine Tarte und belege sie mit den unterschiedlichsten Sachen. Es kann sein, dass der Belag noch mit gebacken werden muss, oder wie in diesem Fall, dass die fertig gebackene Tarte mit einer leckeren Creme, oder ähnlichem, befüllt wird und dann nur noch in den Kühlschrank muss um fest zu werden.

Als Boden für meine Milchtarte habe ich krosse Amaretti genommen. Diese entsprechend zerkleinert und mit Mehl, Butter und Eiern etc. gemischt. Dieser Teig wird dann in die Tarteform gegeben und abgebacken.

In der Zwischenzeit kann man prima die Füllung herstellen, die dann anschließend nur noch auf den abgekühlten Boden gegossen werden muss. Dann im Kühlschrank gut durchkühlen lassen und kühl aus dem Kühlschrank genießen. Gerade an warmen Sommertagen ist das ein echter Genuss. Auf die leckere Stippmilchcreme kommen noch frische, selbst gepflückte Erdbeeren vom Feld und etwas Minze.

Und was es jetzt mit dem Produkt Milch so alles auf sich hat, das erzähle ich euch im nächsten Abschnitt.

Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren (13 von 11)

Die Milch machts

Als kleiner Junge habe ich oft am Wochenende, so von Samstag auf Sonntag bei meinen Großeltern geschlafen. Das hatte zwei gute Gründe. Zum einen hatten sie einen Farbfernseher und zum anderen gab es morgens, nachdem aufwachen – aber noch im Bett – eine heiße Honigmilch. Heiße Milch mit Tannenhonig war die einfache und oberleckere Mischung. Ich habe es immer in aller Ruhe genossen. Danach bin ich dann erst aufgestanden.

Ob das jetzt nur lecker, oder auch noch gesund war, wie meine Oma sagt kann ich nicht beurteilen. Fakt ist aber, dass eine ausgewogene Ernährung, wozu auch die Milch gehört, einen wichtigen Beitrag leistet.

Denn Milch leistet aufgrund ihrer ausgewogenen Nährstoffzusammensetzung, in Kombination mit anderen Lebensmitteln, eine vollwertige Ernährung. Sie liefert Energie, hochwertiges Eiweiß, sowie zahlreiche lebensnotwendige Vitamine und Mineralstoffe.

Das Schöne an der Milch ist, dass daraus eine Vielzahl unterschiedlichster Milchprodukte hergestellt werden können, und dazu gehört nicht nur der Joghurt. Denkt mal an Skyr, an Käse, an Butter und vieles mehr. Ich muss schon sagen, dass Milch echt vielfältig ist.

Nun mal wieder zurück zu meiner Milchtarte mit Erdbeeren, die ich bei dem kleinen Exkurs völlig aus den Augen verloren habe. Ich hoffe ihr seid durch meine Beschreibung vorab und die Bilder auf den Geschmack gekommen und probiert sie vielleicht am Wochenende aus. Das würde mich echt freuen.

Meinen nächsten Blogpost könnt ihr wieder am Freitag, den 17. Juni lesen. Dann entführe ich euch kulinarisch, im Rahmen einer Rezension, nach New York. Lasst euch überraschen.

Genießt das Leben!
Michael

 

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Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren (12 von 11)
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Stippmilch-Tarte mit Erdbeeren

Vorbereitungszeit30 Min.
Gericht: Kuchen, Stippmilch, Tarte
Land & Region: Deutschland, Münster, Münsterland, Nordrhein-Westfalen
Keyword: Backen, Kuchen, Tarte

Zutaten

  • Boden
  • 40 g Amaretti
  • 175 g Mehl (Typ 550)
  • 1 Prise Salz
  • 120 g weiche Butter
  • 35 g Zucker
  • 1 Eigelb
  • Abrieb von ½ Bio-Limette
  • Stippmilch
  • 400 g Quark (20 %ig)
  • 150 g Joghurt mit 3,5 % Fettgehalt
  • 100 g Milch
  • 80 g Puderzucker
  • 2 Pack. Vanillezucker
  • Saft von 1/2 Limette
  • 4 Blatt Gelatine
  • 200 g Erdbeeren, gewaschen und geputzt
  • Für die Garnitur: ein paar Minzeblätter, gehackt 1 EL Haselnuss-Krokant

Anleitungen

  • Boden
    Amarettini in einen Gefrierbeutel geben und mit einem Kotelettklopfer o.ä. zerbröseln.
    Die Brösel mit Mehl, Salz, Butter, Zucker, Eigelb und Limettenabrieb in eine Rührschüssel geben und mit den Händen zu Streuseln verkneten.
    Die Streusel in eine gefettete Tarteform, mit Ø 26 cm geben.
    Streuselmasse am Rand hoch andrücken, den Bodenfest andrücken und für 45 Minuten in den Kühlschrankstellen.
    Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und auf der mittleren Schiene in ca. 18-20 Minutengoldbraun backen. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen. 
    Stippmilch
    Quark, Joghurt, Milch, beide Zucker und Limettensaft in eine Schüssel geben und mit einem Schneebesen gut verrühren.
    Gelatine in kaltem Wasser einweichen, mit etwas Flüssigkeit auflösen und gut mit der Masse verrühren.
    Die Masse auf den vorgebackenen, ausgekühlten Boden geben und für 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
    Erdbeeren waschen, putzen und die eine Hälfte der Erdbeeren halbieren, die andere Ganz lassen.
    Nach dem Abkühlen die Tarte aus der Formlösen und mit Erdbeeren, Krokant und Minze garnieren.

 

Über diesen Blog...

Über-mich

Die Verbindung Food und Fotografie bedeutet für mich Genuss appetitlich ins rechte Licht zu setzen, so dass dem Betrachter das Wasser im Munde zusammenläuft und er unweigerlich Lust aufs kochen, oder backen bekommt.

Aus dem Münsterland...

5 Antworten

  1. Ich habe alle Zutaten im Haus und mir fehlte auch noch eine Idee für den Wochenendkuchen. Meinem Mann als gebürtigen Münsteraner, wird alleine schon der Name “Stippmilch-Tarte” gut gefallen. Er hat als Kind auch Stippmilch geliebt.

  2. 5 stars
    Sowas von leckergenau das richtige für den Sommernachmittag auf der Terrasse. Die gibt es bestimmt bald wieder.

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