Orangen-Trifle nach Uropas Rezept

– Ein cremig-fruchtiger Genuss –

Apfelsinen-Krem wird zu Orangen-Trifle

Wieder ein Rezept aus Uropas Rezeptbuch, das ich ein klein wenig umgetauft, genauer gesagt auf den heutigen Stand aktualisiert habe. Dieses Orangen-Trifle steht in Uropas Rezeptbuch als Apfelsinencreme, die auch geschichtet wird, aber etwas anders und ohne die Cookies im Glas.

Orangen-Trifle (1 von 2)

Also das ursprüngliche Rezept und auch die Darreichungsform, so wie ich es aus meiner Kinder- und Jugendzeit kenne, sieht etwas anders aus als diese etwas modifiziertere Variante. Ich finde Tradition gut, aber man muss auch kleine Veränderungen wagen und glaubt mir, mein Uropa hätte heute an dieser leckeren Dessertvariante seine echte Freude. Er hätte dafür auch bestimmt seine eigenen Kekse oder Biskuitabschnitte dafür genommen. Ich habe in meinem Rezept Cookies mit Schokoladenstückchen verwendet, weil ich finde das Orange und Schokolade sehr gut miteinander harmonieren. Getränkt habe ich sie auch nicht denn so wird der Crunch erhöht.

Das Dessert wurde früher recht einfach serviert. Die Creme kam in ein Glas und obendrauf Apfelsinenfilets und entweder ein paar Pistazienkerne oder Minzeblättchen. Ich habe es immer sehr genossen, denn ich mag diese Fruchtigkeit, und Apfelsinen sowieso.

Mit diesem Dessert könnt ihr euch selbst verwöhnen, oder auch eure Gäste. Zudem eignet es sich prima, als Dessert auf einem Büffet, zum Beispiel zum Brunch. Aber auch als Meal-Prep fürs Büro oder zu einem schönen, sommerlichen Picknick ist es bestens geeignet. Mein Rezept findet ihr wie immer am Ende meines Posts.

Trifle – whats that?

Trifle ist eine wunderbare Schichtspeise, die ihren Ursprung in Großbritannien hat und aus mehreren Schichten einer Creme, Mousse oder Pudding, in Alkohol getränkten fluffigen Biskuitstücken oder knusprigen Cookies und Obst oder Fruchtmus besteht. Man kann das Obst je nach Saison immer variieren.

Das Wort Trifle wird abgeleitet aus dem mittelenglischen Wort „trufle“. Das wiederum soll auf das französische Wort „trufe“ zurückgehen und so viel bedeuten wie Kleinigkeit.

Das ursprüngliche Dessert hat sich im Laufe der Zeit etwas verändert. Die heutige Form des Trifle entstand erst Mitte des 18. Jahrhunderts, zubereitet aus getränktem Biskuit sowie einer Creme-Schicht und ein paar Früchten.

 

Alles Apfelsinen oder doch Orangen?

Die einen sagen Apfelsine, die anderen sagen Orangen. Aber was ist jetzt die richtige Bezeichnung? Ich werde mal versuchen das Ganze aufzudröseln.

Orangen-Trifle (5 von 9)

Orangen-Trifle (10 von 9)

Der vor allem im norddeutschen verwendete Name Apfelsine leitet sich aus dem Niederländischen “appelsien” oder “sinaasappel” ab und bedeutet nichts anderes als “Apfel aus China”. Dahinter wiederum steht der lateinische Namen der Orange, “citrus sinensis”, was auf die Urheimat China hinweist.

Zu den Zitrusfrüchten gehören Apfelsinen und Orangen, die auch noch gleich aussehen und die rein biologisch gesehen ein und dieselbe Frucht sind und am selben Baum wachsen. Entstanden sind die Apfelsinen/Orangen aus einer Kreuzung von Pampelmusen und Mandarinen. Die Bezeichnung Orange hängt allerdings mit der gleichnamigen Stadt „Orange“ in Frankreich zusammen, denn diese Stadt war früher der Hauptumschlagsplatz für Zitrusfrüchte.

Das Rätsel der „richtigen“ Bezeichnung jetzt zu lösen ist relativ einfach. Je nachdem wo man sich in Deutschland befindet heißen sie Apfelsinen (s.o.) und im südlicheren Teil der Republik werden sie als Orangen bezeichnet.

Ich hoffe ihr habt jetzt mehr Lust auf mein Orangen-Trifle bekommen und probiert es vielleicht mal selbst aus. Meinen nächsten Post gibt es hier schon am Samstag, den 5. März. Dann gibt es etwas Erwärmendes aus der westfälischen Küche.

Genießt das Leben!

Michael

Orangen-Trifle

Gericht: Dessert
Land & Region: Deutschland, Großbritannien
Keyword: Apfelsinen, Dessert, Orangen, Orangencreme, Trifle
Portionen: 5 Gläser

Zutaten

  • Filets von 3 Orangen
  • 125 ml Orangensaft, frisch ausgepresst
  • 50 g feiner Zucker
  • Abrieb von 1 Bio-Orange
  • 200 ml Milch
  • 1 Pack. Vanillepuddingpulver
  • 200 g Cookies mit Schokoladenstückchen   
  • 200 g Sahne
  • 1 Pack. Vanillezucker
  • 200 g Griechischer Joghurt
  • 5 Blatt Gelatine
  • 20 ml Orangenlikör
  • Außerdem
  • 5 - 6 Gläser á 290 ml

Anleitungen

  • Orange mit einem scharfen Messer schälen und dabei dieweiße Haut vollständig entfernen. Die Filets aus den Trennhäuten herausschneiden und dabei den Saft auffangen. Den in den Trennhäuten verblieben Saft mit der Hand „abpressen“ und ebenfallsauffangen. Einige Filets für die Garnitur zurücklegen.
    Den aufgefangenen und ausgepressten Saft mit Zucker und Abrieb verrühren bis sich der Zucker gelöst hat.
    Bis auf 6 Esslöffel die Milch zugeben und aufkochen lassen.
    Das Puddingpulver mit den 6 Esslöffeln Milch auflösen, in das Gemisch einrühren, kurz aufkochen lassen und dabei umrühren. Beiseite stellen und abkühlen lassen.
    Cookies grob zerkleinern.
    Sahne mit Vanillezucker steif schlagen.
    Joghurt mit dem abgekühlten Pudding sehr gut verrühren und die geschlagene Sahne unterheben.
    Gelatine einweichen, im Orangenlikör auflösen und mit der Crememassegut verrühren.
    Die Gläser bereitstellen und die Cookie-Stücke einfüllen. Als nächstes die Crememasse, dann Orangenfilets und noch einmal von der Crememasse in die Gläser geben.
    Für mindestens 4-5 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen.

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