Hallo Ihr Lieben!

Als ich diese Woche das Backbuch meines Urgroßvaters durchgeblättert habe, auf der Suche nach alten Familienrezepten für meine Weihnachtsplätzchen bin ich zweimal bei Bischofsmützen stecken geblieben. Die einen kannte ich denn das waren Weihnachtsplätzchen die es jedes Jahr zu Hause gibt.

Die andere Bischofsmütze als Gugelhupf war mir so nicht bekannt da nur die Zutaten dafür aufgeführt waren, aber sonst nichts. Ich habe dann erst mal bei meiner Mutter angerufen und nachgefragt wo denn dieses Rezept hingehört. Die Auflösung war denkbar einfach. Es war das Rezept für unseren wöchentlichen „Pottkauken“, der quasi jede Woche von meiner Mutter gebacken wurde. Ins hochdeutsche übersetzt heißt das Gugelhupf und den kennt ja jeder.

Da war es natürlich klar, dass ich den auch mal backen muss. Jetzt in der Vorweihnachtszeit habe ich gegenüber dem Ursprungsrezept zwei kleine Änderungen vorgenommen. Zum einen habe ich Lebkuchengewürz hinzu gegeben und zum anderen wurde Zitronat, Orangeat und die Rosinen über Nacht mit einem Honiglikör – mit Orangen und Lebkuchen verfeinert – mariniert. Wer nicht die Zeit hat, sollte zumindest für eine Stunde diese drei Sachen etwas durchziehen lassen.

 

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Man nehme für das Gugelhupf Rezept

250 g Butter, weich

250 g brauner Rohrzucker

1 Pack. Bourbon-Vanille

250 g Mehl

1 Pack. Lebkuchengewürz

½ Pack. Backpulver

5 Eier, getrennt in Eigelb und Eiweiß

1 Prise Salz

150 g kleine Schokoladenstückchen (56% Kakaogehalt)

50 g Mandeln, gehackt

125 g Rosinen

100 g Zitronat

100 g Orangeat

4 EL 4-Seasons Honiglikör mit Orange und Lebkuchen

 

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Man mache

Zitronat, Orangeat und Rosinen über Nacht mit dem Honiglikör marinieren.

Am nächsten Tag Butter mit Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Nun die Eigelbe nach und nach unterrühren und dann das Mehl, das Backpulver und das Lebkuchengewürz. Als nächstes die Schokostückchen, Mandeln und die Zitronat-Orangeat-Rosinen-Mischung hinzugegeben.

Den Backofen auf 180 Grad (Umluft 165 Grad) vorheizen.

Das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen und vorsichtig unter die Kuchenmasse heben. Eine Gugelhupf-Form ausfetten, die Masse einfüllen und ab damit in den Ofen für ca. 60 Minuten. Falls er oben zu dunkel wird, mit etwas Alufolie abdecken.

Es empfiehlt sich des weiteren eine Garprobe, mit einem Holzstäbchen, durchzuführen um zu gucken ob er durch ist. Anschließend in der Form auskühlen lassen und dann stürzen.

Ich habe den Gugelhupf noch ein wenig mit Zuckerguß – mit Zitronen- und Orangensaft – verfeinert. Wem das noch nicht reicht dem kann ich noch einen leckeren Eierlikör empfehlen – Lottas Eierlikör – habe ich auf dem eat&STYLE Foodevent probiert. Einfach etwas über das Stück Kuchen geben. Viel Spaß beim Genießen.

 

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Und was es mit den Plätzchen auf sich hat könnt Ihr Anfang Dezember im Münster-Magazin und hier auf meinem Blog nachlesen. Ich wünsche Euch jetzt erst einmal ein angenehmes und entspanntes Wochenende.

Genießt das Leben!

Michael

 

PS: Gibt es bei Euch in der Weihnachtszeit auch alte Familienrezepte für bestimmte Plätzchen oder Kuchen die Ihr jetzt backt?

3 Kommentare
  1. Jenni
    Jenni sagte:

    Hallo, Michael!

    Was für eine schöne Geschichte mit dem Kochbuch deines Urgroßvaters! Ich mag es sehr, sehr gerne, wenn Rezepte so eine schöne Tradition haben, die man irgendwie in der eigenen Familie zurückverfolgen kann (bei uns gibt es sowas leider sehr rudimentär – und wenn, dann handelt es sich um sahnestarrende Torten, denen ich nun beim besten Willen nichts abgewinnen kann).
    Familienrezepte gibt es daher so leider nicht bei uns – aber trotzdem gehören die Klassiker (Lebkuchen, Engelsaugen, Ausstechplätzchen und so weiter) in jede Weihnachtszeit und aktuell bin ich ebenfalls fleißig am backen und vorbereiten von zugehörigen Artikeln. 😉

    P.S.: Dein Gugl sieht traumhaft aus!

    Liebe Grüße
    Jenni

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