Hallo Ihr Lieben! 

Sind für euch scharfe Messer in der Küche genauso wichtig wie für mich? Ich denke mal, dass alle diese Frage mit einem eindeutigen JA beantworten können. Denn nichts geht über ein scharfes Messer bei der Arbeit. Als gelernter Metzgermeister bin ich den Umgang mit sehr scharfen Messern gewohnt und achte sehr auf die Pflege, besonders wenn es um das Säubern geht. Da hat z.B. ein Messer prinzipiell nichts in einer Spülmaschine zu suchen.

Seit einiger Zeit überlege ich schon mir mal wieder ein neues Messer zuzulegen und genau in diesem Überlegungszeitraum bekam ich vor einigen Wochen eine Anfrage von der * Firma Kyocera die mir im Rahmen einer Kooperation ihre Messer zum Testen geben wollten. Kyocera war mir bis dato nur als Hersteller von Kopierern etc. bekannt. So habe ich erst einmal erstaunt auf deren Website geschaut was sie denn für Messer im Angebot haben. Es sind schöne Keramikmesser in verschiedenen Formen und Größen, mit Klingen aus Zirkoniakeramik.

Da kam Freude auf und ich hatte auch schon ein Rezept vor Augen wo man gut ein scharfes Messer gebrauchen kann. Während meiner beruflichen Zeit in Süddeutschland habe ich des Öfteren den sogenannten Zwiebelrostbraten gegessen, der mit einem Braten nur den Anbratvorgang gemeinsam hat. Man nimmt für dieses Gericht ein gut abgehangenes Steak vom Metzger seines Vertrauens, dazu feine Schalotten und ein wenig Püree. Daraus habe ich dann meine westfälische Interpretation eines Zwiebelrostbratens gemacht wobei ich den Namen beibehalten habe.

 

zwiebelrostbraten-2

 

Man nehme für das Rezept Zwiebelrostbraten

2 schöne Rumpsteaks, o. Fettrand

1 EL Öl

400 g Schalotten

25 g Butter

1 EL Zucker

Portwein-Reduktion

50 g Zucker

200 ml Rotwein

300 ml Portwein

Topinambur-Püree

400 g Topinambur

200 g Kartoffeln

Salz

50 g Butter

100 ml Sahne

Pfeffer, Muskat frisch gerieben

Außerdem

Backpapier

Schnittlauchröllchen

 

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Man mache

Das Fleisch für den Zwiebelrostbraten aus dem Kühlschrank nehmen. Kurz abwaschen und abtupfen. Backofen auf 120 Grad aufheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.

Portwein-Reduktion

Zucker in einem kleinen Topf karamellisieren lassen. Mit Rot- und Portwein ablöschen und bei milder Hitze ca. 30 min sirupartig einkochen lassen.

Kartoffeln und Topinambur waschen, schälen und in gleichgroße Stücke schneiden. In Salzwasser bei mittlerer Hitze ca. 20 min garen.

Schalotten pellen und in Ringe schneiden. Butter in einer Pfanne erhitzen und die Schalotten leicht anbraten und mit 1 EL Zucker bestreuen damit sie schön karamellisieren. Anschliessend mit der Portweinreduktion vermischen. Restliche Portwein-Reduktion kann man zum Fleisch servieren.

Das Fleisch mit Salz einreiben und in einer sehr heißen Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten scharf anbraten, ca. 2 min. Das Fleisch aus der Pfanne nehmen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 15 min (je nach Dicke und gewünschtem Garungsgrad) medium garen. Nach dem Garen ca. 5 min ruhen lassen, bevor es angeschnitten wird. So verteilt sich der Fleischsaft am besten. Vor dem Anschnitt noch mit etwas Pfeffer würzen.

Butter und Sahne erwärmen. Kartoffeln und Topinambur abgießen und durch das feine Sieb einer Kartoffelpresse drücken, die Sahne-Butter-Mischung untermischen und mit Salz, Pfeffer und geriebenen Muskatnuss würzen.

 

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Auf einem Teller die Schalotten anrichten. Den Zwiebelrostbraten in Scheiben schneiden und auf die Schalotten legen. Daneben das Püree anrichten. Jetzt heißt es nur noch die Messer wetzen und beherzt zulangen. Ich wünsche euch einen genussreichen Abend.

Und wer noch ein tolles Weihnachtsgeschenk für begeisterte Hobbyköche sucht, dem kann ich diese Messer nur ans Herz legen.

 

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* Diese Messer wurden mir freundlicherweise von Kyocera (http://www.kyocera.de/index/products/kitchen_products/ceramic_knifes.html) zur Verfügung gestellt. Dafür bedanke ich mich recht herzlich.

Genießt das Leben!

Michael

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