Butterhörnchen, mit drei Bissen sind sie weg – Pottkieker 2018-10

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Hallo ihr Lieben!

Ich war im Rahmen meiner Aktion POTTKIEKER 2018 dieses mal in Münsters Innenstadt unterwegs, bei der lieben Patricia und ihrem Blog Patces Patisserie. Bevor ich bei Patricia vor der Wohnungstür stand musste ich erst einmal etwas Frühsport machen, in Form von Treppensteigen. Fragt mich nicht wieviel es waren. Als ich oben ankam wurde ich herzlich von Patricia in Empfang genommen. Nach einem kurzen Hallo ging es auch schon in ihre persönliche „Backstube“. Dort wollte sie für mich leckere Butterhörnchen backen.

 

Logo Pottkieker

Da Patricia so sehr von ihren Butterhörnchen begeistert ist erzählte sie mir auch schnell wann man diese kleinen Dinger am besten essen kann. Zum Beispiel Nachts, oder mit Butter, und/oder Marmelade, mit Marzipan und am allerbesten schmecken sie wenn sie noch warm sind. Von Letzterem konnte ich mich bei meinem Besuch überzeugen. Nur drei Bissen und weg war ein Butterhörnchen. Bevor ich zum Rezept komme gibt es natürlich erst einmal einiges über Patricia zu erzählen, sowie einige interessante Antworten auf meine Fragen.

Was bedeutet backen für dich?

„Backen ist für mich Leidenschaft und Entspannung pur. Früher als Kleinkind habe ich schon bei der Weihnachtsbäckerei mitgeholfen. Allerdings muss ich gestehen, ich habe mehr genascht als geholfen. Mit so 12-13 Jahren habe ich dann mit Muffins angefangen, weiter mit Mürbeteig und dann Hefeteig ausprobiert. Ich freue mich immer wenn jemand zu Besuch kommt und ich dann für denjenigen backen kann.“

Haben deine Butterhörnchen denn auch eine Geschichte?

„Es ist ein Rezept von meiner Urgroßmutter. In meiner Kindheit gab es bei meiner Mutter auch sehr oft diese Butterhörnchen. Wie das früher so war wurde nicht großartig abgewogen, sondern alles aus der Lameng gemacht. Trotzdem waren sie immer klasse. Es ist halt so ein richtiges Familienrezept.“

 

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Worauf kannst Du beim Backen keinesfalls verzichten?

„Ich muss immer den Teig probieren, auch mehrmals. Besonders gerne lecke ich den Keksteig vom Rührer ab.“

Tja, bei der letzten Antwort von Patricia kamen bei mir auch Kindheitserinnerungen hoch. Denn wenn zu Hause gebacken wurde habe ich ständig genascht und irgendwelche Rührlöffel oder so mit Genuss abgeleckt. Zum Abschluss natürlich dann auch die Plätzchen ofenwarm weg genascht. Meine Mutter sagte dann immer, davon bekäme man Bauchweh, aber das stimmt gar nicht. Ich glaube sie hatte nur Angst, dass ich schon vorab zu viel von den Plätzchen nasche.

 

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Patricia

Sie backt nicht nur sehr gerne, auch isst sie total gerne und das mit Genuss. Am liebsten isst sie in Gesellschaft weil man sich dabei noch so schön austauschen kann. Ihr liebstes Küchenutensil ist der Teigschaber. Sie erzählte mir, dass es Unterschiede zwischen den verschiedenen Teigschabern gibt, vom Material und von der Festigkeit her.

Beim Backen legt sie besonders Wert auf gute Zutaten. Das heißt, sie achtet auf die Herkunft, dass es Bio ist und arbeitet gerne mit Dinkelmehl. Durch ihr Studium der Ernährungswissenschaft achtet sie auch darauf weniger Zucker zu nehmen, aber immer noch so viel, dass es gut schmeckt. Besonders interessant sind ihre Eierquellen. Sie besorgt sich ihre Eier entweder bei der Bruderhahn-Initiative oder wenn sie zu Hause in Hannover ist, von einer „Eier-Tankstelle“.

Ihre Inspirationen zum Backen bekommt Patricia teilweise aus den diversen Social Media Kanälen. Sie blättert aber auch gern in alten Koch- und Backbüchern, oder eben „Freischnauze“ je nachdem was gerade da ist. Allerdings kann sie beim Backen nicht auf Vanille und/oder Ceylon-Zimt verzichten. Gerade letzterer ist, genauso wie Haferflocken, sehr gut bei erhöhten Blutzuckerwerten.

 

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Bevor ich sie nach etwas persönlicheren Dingen befragte gab sie mir noch einen Backtipp mit auf den Weg. „Es kommt beim Backen nicht nur auf die Kalorien an, sondern auch auf die eingesetzten Zucker-, Mehl und Fettsorten. Wichtig ist es auch dem Teig Ruhe und Zeit zu geben.“

Als ich sie nach ihren Freizeitaktivitäten befragte war ich über ihre Antwort etwas erstaunt, mit einem Schmunzeln natürlich. Denn Patricia backt am liebsten in ihrer Freizeit. Sie freut sich immer schon Wochen im Voraus wenn Familienfeiern anstehen, dann kann sie immer so 3-4 Torten backen.

 

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Jetzt war natürlich interessant zu erfahren ob es denn nicht doch noch etwas anderes gibt, neben dem Backen. Ja, gibt es. Als da wären: jeden Tag frisch kochen, Sport, Fotografieren und Schreiben. Gerade letzteres passt natürlich bestens zum Bloggen, das sie auch sehr gerne macht. Ihren Blog betreibt Patricia schon seit 2012.

Gebürtig ist Patricia Hannoveranerin und zum Studieren nach Münster gekommen. Anfangs tat sie sich mit dem schönen Münster ein wenig schwer, aber mittlerweile möchte sie hier gar nicht mehr weg. Studiert hat sie an der Uni Oecotropholgie und darin vor kurzem ihren Bachelor gemacht. Nebenbei ist sie im Marketing eines Münsteraner Start-Up-Unternehmens, mit dem Namen BYOFIT, beschäftigt und wird als nächstes ein Praktikum als Ernährungsberaterin an der LWL-Klinik absolvieren. Bis April hofft sie, dass sie einen Platz für ihr Masterstudium in Münster bekommt um dort weiter zu studieren. So viel erst einmal zu Patricia. Kommen wir nun zu der Leckerei aus dem Backofen.

 

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Man nehme für das Rezept Butterhörnchen   (für 16 Stück)

500 g Mehl

1 Pck. Trockenhefe

½ TL Salz

½ Tasse Zucker (ca. 70-80 g)

250 ml Milch (+ etwas mehr zum Bestreichen)

100 g Butter

1 kleiner Schuss Rapsöl

 

 

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Man mache

Mehl mit Trockenhefe, Salz und Zucker mischen. Die Butter erwärmen und mit dem Öl verrühren. Die Milch ebenfalls erwärmen und zusammen mit der Butter zu den trockenen Zutaten geben und alles mehrere Minuten lang mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Anschließend den Hefeteig circa 30 Minuten gehen lassen an einem warmen Ort.

Nach der Gehzeit den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche erneut durchkneten und mit einem Nudelholz kreisförmig ausrollen. Mit einem scharfen Messer 16 Stücke schneiden und jedes Stück nochmal etwas mit dem Nudelholz ausrollen, bevor man es zu der typischen Hörnchen-Form aufrollt.

Die fertig gerollten Hörnchen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech setzen (mit etwas Abstand), mit ein wenig Milch einpinseln und bei 200° C Ober-/Unterhitze für 15 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, mit Puderzucker bestreuen und dazu Marmelade servieren. Am besten probiert ihr schon die ersten wenn sie noch leicht warm sind. Sie sind göttlich, aber leider auch mit drei Bissen schnell verzehrt.

 

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Wenn ihr selbst auch interessante Rezepte habt dann meldet euch einfach, da die Aktion noch läuft könnt ihr euch mit einem Rezept und der Geschichte dahinter bei mir melden (in der Kommentarfunktion). Sofern ihr in Münster oder dem Münsterland wohnt komme ich vorbei, ihr kocht dann und ich fotografiere. Am Samstag geht es weiter mit dem 10. Bericht, etwas Süßem zum Wochenende. Lasst euch überraschen.

Genießt das Leben!

Michael

Hier findet ihr die letzten Berichte  

Husarenknöpfe                                     

Brot und Tatar                                         

Safran-Reis-Pudding                           

Zwiebelfleisch                                          

Kartoffelsuppe mit Apfelküchlein        

Penne mit scharfer Tomatensauce     

Dibbelabbes                                                

Gugelhupf mit Schokoglasur               

Kartoffel-Pralinchen in Nussbutter       

 

Das Logo für meine Aktion POTTKIEKER 2018 wurde von der lieben und kreativen Marie Krokant by Löwenpudeldesign  n erstellt. Vielen Dank dafür.

8 comments

  1. Lieber Michael,

    trotz anfänglicher Nervosität hat mir dein Besucht unheimlich Spaß gemacht und ich fühle mich geehrt, dass ich dabei sein durfte 🙂 Ich bin schon gespannt auf deine weiteren Berichte!

    Viele Grüße,
    Patricia

  2. Wow – sieht gut aus. Die backe ich zum Wochenende! 🙂

  3. Hallo Michael,
    die Butterhörnchen sehen wirklich total lecker aus 🙂 Toller Beitrag!
    Liebe Grüße Sabine

  4. Lieber Michael,

    Treppensteigen kann ich ja nun mal gar nicht…könntest Du mir also irgendwie die Butterhörnchen (noch warm, mit Marzipan, bitte) organisieren …..

    Es liest sich nach einem reinen Vergnügen, Dein Besuch bei Patricia

    Herzliche Grüße
    Sonja

  5. Mmmhhh… sehen die Hörnchen lecker aus! Tolle “Pottkieker-Aktion” und toller Blog-Beitrag. LG Sonja

  6. Hallo Michael!
    Was für großartige Hörnchen, die stelle ich mir wahnsinnig lecker zum Sonntagsfrühstück vor (allerdigns für mich dann in der veganen Variante :)).

    Liebe Grüße
    Marieke

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