Rheinhessen geniessen – im Schweineparadies Selztalhof zu Besuch – Teil 1 [Werbung; PR-Reise]

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Hallo Ihr Lieben!  Hallo Rheinhessen!

Ich bin in diesem Jahr zum ersten mal mit meinem Genussfoodblog unterwegs und darf von Juli bis September die Aktion Rheinhessen geniessenvon Rheinhessenwein begleiten. Dabei besuche ich kein Weingut wie man evtl. in Rheinhessen vermuten würde, sondern einen Produzenten in Rheinhessen der die fast 200 Jahre alte und vom Aussterben bedrohte Schweinerasse „Bunte Bentheimer“ aufzieht. Ich werde den Hof zweimal besuchen. Bei meinem ersten Besuch, der schon vor einigen Tagen stattfand, habe ich mich mit der Aufzucht und der artgerechten Tierhaltung beschäftigt. Natürlich werde ich euch den Selztalhof und die Familie Antony, die ihn betreibt, auch in Wort und Bild vorstellen.

 

Rheinhessenwein e.V._Logo Rheinhessen genießen

 

Der zweite Besuch, im Rahmen der Aktion „Rheinhessen geniessen“ wird mich dann zum dem Metzger führen der das Fleisch zerlegt und weiterverarbeitet, damit es im Hofladen verkauft werden kann. Zusätzlich gibt es zu den beiden Blogposts immer ein leckeres Rezept mit dem Fleisch. Auf Instagram und Facebook, sowie in den Instastories könnte ihr mich in den nächsten Wochen immer unter dem Motto „Rheinhessen genießen“ zum Schweineparadies Selztalhof begleiten.

 

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Rheinhessen

Während meiner Reise durch Rheinhessen werde ich mir natürlich auch ein wenig die Rheinhessische Landschaft anschauen und fotografieren. Wenn ich hier so über Land fahre erinnert mich die hügelige Landschaft immer ein wenig an die Toskana, es fehlen nur noch die von Pinien gesäumten Hofauffahrten. Ebenfalls wg. der hügeligen Landschaft wird Rheinhessen auch gerne als Land der „1000 Hügel“ bezeichnet. Der größte Hügel, oder besser Erhebung ist mit 358 Metern der Kappelberg. Natürlich gibt es hier auch einen großen See, den Eicher See, der auch gerne das Rheinhessische Meer genannt wird.

 

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Bei meinem ersten Besuch habe ich mich natürlich in einem guten Restaurant in Schwabenheim an der Selz, kulinarisch von der Rheinhessischen Küche verwöhnen lassen. Des Weiteren gab es auch ein kleines, nettes Rheinhessisch-Westfälisches Bloggertreffen mit Kristin von Rheinhessenliebe und Sabine von Alltagsküche. Wir haben ein sehr netten Abend verbracht und uns über alle möglichen Dinger rund um das Bloggerleben ausgetauscht.

Schweineparadies Selztalhof – Rheinhessen geniessen    

Ich habe lange überlegt wie ich meine Reise zu einem Produzenten für bestes Schweinefleisch in Rheinhessen am besten betiteln kann. Habe vieles hin- und hergewälzt bis ich es dann am Ende hatte. Ich stelle es über den Oberbegriff „Bunte Bentheimer von der Aufzucht bis zum Hofladen“.

 

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Ihr erfahrt von mir vieles über die Aufzucht, das Schweineparadies Selztalhof und was es alles so Leckerers im Hofladen der Familie Antony zu kaufen gibt. Natürlich gibt es in jedem Post ein Rezept, welches ich mit dem Fleisch der Bunten Bentheimer gemacht habe. Heute zum Einstieg gibt es eine zarte, saftige Dicke Rippen Asia Style. Das Rezept findet ihr wie immer am Ende des Posts.

 

 

Bunte Bentheimer von der Aufzucht bis zum Hofladen

Den Anfang mache ich heute mit dem Hof, sowie ,der Aufzucht und Haltung der Bunten Bentheimer.

Im Schweineparadies Selztalhof werden von der Familie Antony Schweine gezüchtet, oder sagt man gemästet? In diesem Betrieb wird beides gemacht gezüchtet und gemästet in einem geschlossenen System, weil alles in diesem Betrieb stattfindet. Auch das Futter kommt aus dem eigenen Anbau.

 

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Aber diese Schweine, oder auch Wutz wie sie liebevoll genannt werden, sind nicht irgendeine Schweinerasse sondern eine Rasse die eher vom Aussterben bedroht ist, bzw. war. Es handelt sich um das Bunte Bentheimer Schwein, eine Rasse die sehr robust ist. Allerdings sind diese Tiere für die moderne Schweine-Massenzucht, aus Sicht der Industrie, nicht zu gebrauchen da es zu langsam wächst. Aber genau das ist das Richtige für den Genießer und Kenner von gutem Fleisch.

 

Schweineparadies Selztalhof

Ich war im Rheinhessischen, genauer gesagt in Selztal und habe dort im Rahmen der Aktion „Rheinhessen geniessen“ einen produzierenden Betrieb, den der Familie Antony, besucht.

Auf den weitläufigen sattgrünen Wiesen, die bis an das Flüsschen Selz reiche, trotten gemächlich die Schweine, oder grasen, spielen und dösen in der Nachmittagssonne. Es ist ein zufriedenes Grunzen zu hören, dass sich nach entspannten Schweinen anhört die sich rundherum sauwohl fühlen. Das sollen sie ja auch wenn es nach der Familie Antony geht, die im Dezember 2016 mit der Aufzucht dieser Schweinerasse begonnen hat.

 

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Bewogen hatte die Familie damals, dass sie neben Ackerbau und Wingert noch ein weiteres Standbein suchte und dann bei den Bunten Bentheimern quasi hängen geblieben ist. Denn besonders die Viehzucht ist in Rheinhessen sehr unterrepräsentiert und eine echte Nische. Das liegt darin, dass es in Rheinhessen sehr gute Böden gibt die besser für Wein und Ackerbau genutzt werden können. Wobei der Schwerpunkt natürlich beim Wein liegt.

 

Bunte Bentheimer

Die Bunten Bentheimer werden auch gerne als die „Swatbunten“ bezeichnet. Es sind mittelgroße Schweine mit Schlappohren. Sie sind langgestreckt und haben unregelmäßige schwarze Flecken auf weißem oder hellgrauem Untergrund.

 

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Credit: Fam. Antony

Das Bunte Bentheimer Schwein ist eine fruchtbare, genügsame, stressresistente und anspruchslose Schweinerasse. Als Ursprungsort für diese Rasse sieht man die heutigen niedersächsischen Landkreise Bentheim, Emsland und Cloppenburg sowie das westfälische Wettringen an.

Als in den deutschen Wirtschaftswunderjahren nur noch fettarmes Fleisch gefragt war, war diese Rasse aufgrund ihres „ungünstigen“ Fleisch-Fett-Verhältnisses nicht mehr gefragt. In den 90er Jahren gab es deutschlandweit nur noch einen Bestand von ca. 100 Zuchttieren. Diese Rasse war somit hochgradig vom Aussterben bedroht. Das sollt sich aber wieder ändern, denn mit der Gründung des als gemeinnützig anerkannten Vereins zur Erhaltung des Bunten Bentheimer Schweines e.V., soll der Zukunft dieser erhaltenswerten Schweinerasse eine langfristige Perspektive gesetzt werden.

 

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Das wird den verantwortungsvollen und qualitätsbewussten Verbraucher und Fleischgenießer natürlich erfreuen denn bei ihnen ist die Nachfrage nach Fleisch, das aus einer natürlichen, artgerechten Aufzucht kommt sehr groß.

Bunte Bentheimer im Schweineparadies Selztalhof

Die Tiere nehmen im Gegensatz zu ihre industriell gemästeten „Kollegen“ in den zwölf Monaten jeden Tag nur 300 g zu. Gefüttert wird viel Grünzeug, Heu und Korn aus dem eigenen Anbau. So wie reichlich Auslauf auf den Wiesen. Die Mastschweine dagegen nehmen durch das Kraftfutter in nur 5 Monaten jeden Tag 1000 g zu. Bis das Bunte Bentheimer schlachtreif ist vergeht ein ganzes Jahr.

Auch preislich ist es ein enormer Unterschied. Das Mastschwein kostet im Supermarkt ca. 5 Euro und das leckere Fleisch vom Schweineparadies Selztalhof ca. 18 Euro. Eine artgerechte Haltung und Aufzucht hat eben ihren berechtigten Preis. Und ganz ehrlich, man muss nicht jeden Tag Fleisch essen. Ich halte es so, dass ich wenig aber ausgesuchtes Fleisch esse. „Wissen wo es herkommt“, wie Thomas Anthony richtigerweise gerne sagt.

Das Tierwohl und die Qualität stehen auf dem Selztalhof an oberster Stelle. Hier haben die Wutze viel Platz, nämlich durchschnittlich gerechnet 5 m2, während die Mastkollegen gerade mal mit 0,7 m2 auskommen müssen. Die Tiere haben immer Frischluft, Liegebereiche, Tiefstreubereiche, kleine Koppeln und Weidegang bei gutem Wetter. Da mag man schon sagen „Schwein was willst Du mehr?“

 

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Diese offene Anlage für die Schweine ist bislang in Deutschland einzigartig und wurde auf diese Art und Weise so noch nicht gebaut. Die Stallungen sind auch erst vor 2 Wochen fertiggestellt und bezogen worden. Wenn man sich diese zufriedenen und tiefenentspannten Wutze so ansieht dann weiß man, dass sie sich jetzt schon sauwohl darin fühlen.

 

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Wenn man sich die Wutze etwas anschaut fallen einem an deren Schlappohren zwei Knöpfe aus, genauer gesagt sind es Ohrmarken. Eine Weiße, die jedes Schwein in Deutschland tragen muss, mit der jeweiligen Betriebsnummer drauf und eine Gelbe die die Bunten Bentheimer unverwechselbar machen. Diese bekommt man auch nur wenn man Mitglied im Verein Bunte Bentheimer ist.

Das war der 1. Bericht

Zum Abschluss meines ersten Besuch habe ich denn auch gefragt wie sie denn auf den Namen „Schweineparadies“ gekommen sind. Wie so oft, so erzählte mir Frau Antony, hilft dabei der Zufall mit. Es war so, dass eines Tages Bekannte zu Ihnen sagten, dass die Schweine hier leben wie in einem Paradies. Dieses Wort Paradies ist dann hängen geblieben und schon kurze Zeit später sei dann daraus der Name „Schweineparadies Selztal“ geboren worden.

 

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Soviel erst einmal für heute mit meinem Post vom Schweineparadies Selztalhof unter dem Motto „Rheinhessen geniessen“. Ich wünsche euch ein entspanntes Wochenende. Den nächsten Post gibt es hier am Mittwoch, den 17. Juli. Dann gibt es was Leckeres zu feiern. Lasst euch überraschen.

 

Rheinhessenwein e.V._Logo Rheinhessenwein e.V.

 

Bedanke möchte ich mich auf diesem Wege schon mal bei Rheinhessen e.V. die diese Reisen ermöglicht haben.

Genießt das Leben!

Michael

 

Weitere leckere Gerichte findet ihr hier

Triple Blueberry-Muffin Cakes 

Aprikosen Vanille Tarte

Erbsensuppe und Muffins

 

Dicke Rippe Asia Style

Herrliches Fleisch vom Bunten Bentheimer. Butterzart und mit viel Geschmack
Vorbereitungszeit1 Std.
Zubereitungszeit3 Stdn.
Arbeitszeit4 Stdn.
Gericht: Hauptgericht, Main Course
Land & Region: Deutschland
Keyword: Bunte Bentheimer, Dicke Rippe Asia Style, Schweineparadies Selztalhof
Portionen: 6

Zutaten

  • Marinade

  • 100 ml Sojasauce
  • 3 EL Agavendicksaft
  • 1 EL Tomatenketchup
  • 200 ml Shinjyo Miso dunkel, in aufgelöstem Zustand
  • 5 Stiele Koriander
  • 20 ml Reisessig
  • Saft von 1 Limette
  • Fleisch

  • 3,5 kg

    Dicke Rippe vom Bunten Bentheimer, mit ordentlich
    Fleisch drauf

  • Asia-Dip

  • 1 rote Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
  • 1 EL brauner Zucker
  • 60 ml Reisessig
  • 40 g Ingwer, geschält und gerieben
  • 1 Stiel Zitronengras
  • 2 kleine Chilischoten, fein gehackt
  • 1/2 Bund Koriander
  • 2 EL Pflaumensauce
  • 1 TL Shinjyo Miso hell - Paste
  • 50 ml Mie-Djo
  • 1 TL gemörserter Kubebenpfeffer

Anleitungen

  • Zubereitung

    Dicke Rippe

    Backofen auf 160 Grad vorheizen.

    Für die Marinade alle Zutaten gut verrühren und in einem
    Topf aufkochen. Für 5 Minuten weiterköcheln lassen. Die Korianderstiele
    entfernen.

    Dicke Rippe trocken abtupfen und von beiden Seiten mit der Marinade
    dünn bestreichen und in der Saftpfanne für ca. 3 Stunden garen lassen.
    Zwischendurch wenden und immer wieder bestreichen.

    Wichtig ist, dass Sie die Dicken Rippen
    nicht aufeinander gestapelt sind, da sie ansonsten nicht gleichmäßig garen.

    Nach der Garzeit herausnehmen. Die Rippen auf einen Teller
    legen und den Bratensaft durch ein Sieb in ein anderes Behältnis gießen.
    Bratensaft entfetten und beiseite stellen.

    Den Grill des Backofens auf 200 Grad aufheizen. Die Dicke
    Rippe wieder auf das Blech legen und von beiden Seiten mit der Marinade
    bestreichen. Auf der obersten Schiene ca. 4-5 Minuten von jeder Seiten grillen
    bzw. karamellisieren lassen.

    Asia-Dip

    Zucker in einem Topf karamellisieren lassen, die
    Zwiebelwürfel hinzugeben und mit Reisessig ablöschen. Kurz köcheln lassen.
    Zitronengras putzen, halbieren und mit einem Fleischklopfer platt machen.
    Ingwer und Zitronengras in den Sud geben und weiter köcheln lassen.

    Koriander putzen, abwaschen, trocken tupfen, fein hacken
    und mit der Pflaumensauce und Chili zum Dipansatz geben. Mit dem Kubebenpfeffer
    würzen.

    Anrichten

    Die Dicken Rippen mit dem Messer zerteilen und Wok-Gemüse
    und dem Dip servieren.

One comment

  1. Silke Schindler

    Der Bericht über den SELZTALHOF ist Klasse!! Zu ihrem Rezept:
    Sie schreiben über die Region Rheinhessen und wollen uns dieses besondere Fleisch auf asiatisch servieren, nein danke!
    Zur Region Rheinhessen gehört auch ein Rezept mit regionalen Zutaten, darum geht es doch in diesem Blog, ODER?
    (diese Zutaten hat doch keiner immer zu Hause und wenn man sie kauft , kann man den Rest wegwerfen. Nachhaltigkeit?)
    Außerdem möchte ich Sie auf einige Rechtschreibfehler in Anleitung hinweisen.
    L.G.

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