Westfälischer Wurstebrei – aus Uropas Rezeptbuch

Westfälischer Wurstebrei (7 von 7)

Weiter geht es mit meinen Hausmacher Spezialitäten aus Uropas Rezeptbuch. Ich habe mir bei meinem Metzger des Vertrauens das Rindfleisch bestellt und alle weiteren Zutaten im Lebensmittelgeschäft besorgt. Dann ging es ab nach Hause in die Küche. Dort habe ich einen großen Topf rausgeholt und alles gemäß Rezept hineingetan damit mein westfälischer Wurstebrei auch was wird.

Aus Uropas Rezeptbuch

Die Herstellung von Wurstebrei hatte bei uns zu Hause eine lange Tradition. Immer wenn es Februar wurde ging es los. Früher war die Familie noch größer und entsprechend groß war auch das Kochgefäß. Wir haben immer einen Einmachkessel dafür genommen.

Das hatte zwei Gründe. Den einen habe ich oben, wg. der Familiengröße, schon genannt. Der andere war, dass wir aus einem Teil des fertigen Breis noch etwas anderes produziert haben. Dazu wurde ein Teil der Masse in Rinderkranzdärme gefüllt und über mehrere Tage kalt geräuchert. Das fertige Produkt hieß dann Grützewurst. Leider habe ich bei mir zu Hause keinen Kaltrauch zur Verfügung, daher fällt dieses leckere Produkt leider weg, was eigentlich sehr schade ist.

Also zurück zum Wurstebrei. Diesen lässt man am besten nach der Produktion für 1-2 Tage stehen damit er gut durchziehen kann. Anschließend wird er mit etwas Fett in einer Pfanne erhitzt, aber nicht gebraten. Dazu kann man zum Beispiel Kartoffeln und Pickels essen. Besonders gerne esse ich dazu Specksauce. Die hebt noch mal den Geschmack und man kann sie so schön mit den Kartoffeln „vermantschen.

Wenn am Abend mal etwas übrig blieb hat meine Mutter das am nächsten Tag nochmal erwärmt und dann gab es da auf einer gut gebutterten Scheibe Roggenbrot.

Nun aber noch ein paar Sätze zur Grützewurst. Die fertige Wurst, die in einem Ring, also rund, gefüllt wird, wird am Stück in einer Pfanne mit heißem Fett von beiden Seiten gebraten. Dabei platzt durchaus schon mal der Darm an der einen oder anderen Stelle auf, was aber nicht weiter schlimm ist. Das sieht dann so aus wie 

Der Wurstebrei und ich

Ich schon sehr früh in meiner Jugend mitgeholfen den Wurstebrei herzustellen. Das ging immer morgens früh los. Als erstes wurde der Kessel mit Fleisch und den weiteren Zutaten befüllt und zum Kochen gebracht. Es musste einmal aufkochen und anschließend für mehrere Stunden leise weiterköcheln. Zwischendurch wurde immer mal nach dem Rechten geguckt, kurz umgerührt und geschaut wie weit das Fleisch ist. Während alles so vor sich hin köchelte wurde erst mal ordentlich gefrühstückt, … Weiterlesen...

Schweinskopfsülze Hausmacher Art

Schweinskopfsülze Hausmacher Art (8 von 6)

Winterzeit ist für mich auch Wurstezeit. Als gelernter Metzgermeister ist das für mich ganz normal, auch wenn ich in dem Beruf schon ewig und drei Jahrzehnte nicht mehr tätig bin. Aber jedes Jahr im Februar lege ich los. In diesem Jahr fange ich mit einer Schweinskopfsülze Hausmacher Art an, nach einem Rezept aus Uropas Rezeptbuch.

In den letzten Jahren habe ich immer Eisbeinsülze gemacht und wollte das in diesem Jahr mal ändern. Der Ablauf ist derselbe nur die Hauptzutat ist etwas anders und man muss sie auch etwas länger  köcheln damit es wirklich schön weich ist und einen angenehmen Biss hat.

Schweinskopfsülze Hausmacher Art (4 von 6)

Die Sülze und ich

Selbstgemacht schmeckt es doch immer noch am besten, oder was meint ihr? Das habe ich mir auch gedacht als ich jetzt wieder meine Gläser aus dem Keller geholt habe um etwas Sülze darin abzufüllen.

Ich bin schon immer ein großer Sülzefan gewesen, schon seit meiner Jugend. Früher habe ich die Hausmacher Sülze immer zusammen mit Oma und Opa in deren Küche gemacht. Das hat immer einen heidenspaß gemacht, besonders wenn es am Ende um das Abschmecken ging, da haben sich die beiden älteren Herrschaften, beim Abschmecken, immer in die Wolle gekriegt.

In meiner Lehre war Sülze für mich das erste und einfachste was ich selbst machen konnte und auch durfte. Mein Lehrherr hatte sie nur noch final abgeschmeckt, danach durfte ich sie in kleine Gläser abfüllen.

Man kann die Sülze aus den verschiedensten Fleischteilen vom Schwein machen und ich finde der Fleischgeschmack ist jedes Mal ein etwas anderer. Meine Schweinskopfsülze Hausmacher Art schmeckt mehr nach gekochtem Schweinefleisch, also hat diesen „Kochgeschmack“ und ist auch etwas weicher im Biss. Zu hart darf das Fleisch eh nicht sein, denn sonst reißt das Gelee beim Schneiden.

Schweinskopfsülze Hausmacher Art (9 von 6)

Schweinskopfsülze Hausmacher Art

Die Herstellung ist ganz easy. Es köchelt alles so alleine vor sich hin und wenn es gar ist, bzw. noch etwas Biss hat, nimmt man es raus und schneidet alles klein. Wie das genau geht lest ihr im Rezept am Ende dieses Posts.

Da ich möglichst immer die fleischeigene Gelatine nutzen will koche ich immer ein paar Öhrchen, Pfötchen und Schwänzchen mit. Aber um sicher zu gehen kommt auch noch etwas Gelatine mit dran.

Übrigens ist Sülze ist nicht nur ein Wintergericht sondern passt auch sehr gut in die warme Jahreszeit, sogar für ein herzhaftes Picknick mit einem leckeren Kartoffelsalat dazu ist sie ideal. Ich esse die Sülze am … Weiterlesen...

Westfälische Potthucke

Hallo ihr Lieben!

Bei uns zu Hause ist es Tradition, das es in der kalten Jahreszeit, von November bis Anfang März, des Öfteren so typische Kartoffelgerichte gibt wie Püfferchen, Lappenpickert oder auch den beliebten Kastenpickert. Aber unser Bundesland Nordrhein-Westfalen hat noch ein sehr leckeres Kartoffelgericht aus der Küche des Sauerlands anzubieten, die Westfälische Potthucke.

Worin jetzt der Unterschied bei all diesen Kartoffelgerichten besteht zeige ich euch im Folgenden.

Westfälische Potthucke 8

Westfälische Potthucke 

Durch eine Frau namens Henriette Davidis wurde im 19. Jahrhundert die Potthucke unter dem Namen „Puffert“ bekannt.

In vielen Kochbüchern wird sie auch gerne als „Sauerländer Potthucke“ bezeichnet, da sie dort und im Siegerland ihre Tradition hat. Wörtlich genommen bedeutet Potthucke im dortigen Dialekt „das, was im Topf hockt“, also was am Topf-(Pott)-boden gerne festbackt.

Zubereitet wird sie aus rohen, geschälten und geriebenen Kartoffeln, sowie aus gekochten zerstampften Kartoffeln. Zur Kartoffelmasse kommen dann noch süße und saure Sahne, Zwiebeln und wahlweise gewürfelter Speck oder Mettwurst. Das Ganze wird, z.B. in einer Brotform o.ä. gebacken. Nach dem Auskühlen schneidet man es in dicke Scheiben und brät es in Butterschmalz. Danach kann man es mit diversen Beilagen essen. Dazu gehört ein gutes Pils. Mein Rezept findet ihr wie immer am Ende des Posts.

Westfälische Potthucke (1 von 6)

Westfälischer Pickert

Er ist schwerpunktmäßig in Ostwestfalen und im Südkreis des Osnabrücker Landes verbreitet. Hier trifft man sich gerne, nach einer Wanderung mit den entsprechend heißen und anderen Getränken, in den Gasthäusern zum traditionellen Pickertessen.

Er wird, je nach Region, in verschiedenen Varianten zubereitet. Bei uns zu Hause, nach einem Rezept von meinem Urgroßvater in einer Kastenform, wie ein Brot, gebacken. Seine Zutaten sind geriebene Kartoffeln, Milch, Hefe, Mehl und Rosinen

Nach dem Backen musste er über Nacht auskühlen, damit man am nächsten Tag die Scheiben besser schneiden konnte. Die fingerdicken Scheiben werden in einer Pfanne mit heißem Butterschmalz gebraten. Gegessen wird er mit gesalzener Butter und Rübenkraut, oder selbst gemachter Marmelade und in einigen Gegenden sogar mit grober Leberwurst. Dazu trinkt man Kaffee oder auch gerne ein feines Pils.

Westfälische Potthucke 10

Lappenpickert

Der Lappenpickert, so wie ich ihn von meinem Urgroßvater kenne, ist dem „Westfälischen Pickert“ so wie er auch genannt wird ähnlich. Allerdings wird er nicht in einer Form gebacken, sondern auf einem Backblech ausgestrichen und mit geräuchertem Bauchspeck belegt.

Uropas Rezept besteht aus geriebenen Kartoffeln, Mehl, Eiern und saurer Sahne. Nach dem Backen im Ofen wird er sin ca. 8 x 12 cm große Stücke geschnitten … Weiterlesen...

Winter-Gemüsesalat

Winter-Gemüsesalat (3)

Hallo ihr Lieben!

Lecker und leicht in das neue Jahr, bzw. in den Januar starten mit der Kampagne „Veganuary“ für eine vegane Ernährung. Mein Beitrag dazu ist ein bunter Winter-Gemüsesalat den ich mit kleinen Crostinis und einer Rote Beete Creme serviere.

Winter-Gemüsesalat (1)

Was sich hinter der Kampagne “Veganuary” verbirgt werde ich im Folgenden versuchen ein wenig näher zu beschreiben.

Veganuary

Das Wort “Veganuary” ist eine Wortbildung aus dem Wort „Vegan“ und „January“ Es beschreibt den Trend, dass Menschen zum Start in das neue Jahr den ersten Monat lang eine vegane Ernährung ausprobieren sollen.

Ursprünglich kommt dieser Trend für die Kampagne aus Großbritannien und ist mittlerweile zu einem globalen geworden und wird auf der ganzen Welt zelebriert. Denn die vegane Ernährung ist längst keine Randerscheinung mehr.

Die Kampagne findet im Januar statt weil sich dann viele Menschen zu Beginn des Jahres bestimmte Ziele für das kommende Jahr setzen und eines davon könnte eine vegane Ernährung für einen Monat sein.

Ich halte es so, dass ich im Laufe eines Jahres immer mal das eine – vegan, zum Beispiel wie mein Bunter Winter-Gemüsesalat – mal das andere, vermehrt vegetarisch – und auch gelegentlich Fleisch esse. So macht es mir am meisten Spaß und ich fühle mich sehr wohl damit, denn das ist auch wichtig.

Winter-Gemüsesalat

Ich habe mal wieder gemischt und zwar bunt gemischt damit der Name „Bunter Wintersalat“ auch Programm ist. Hauptbestandteile sind Rote Beete, Ringelbete und Pak Choi. Dazu kommt noch etwas Obst in Form von Granatapfelkernen und Blutorangenfilets, sowie ein paar Nüsse und roter Quinoa.

Die Nussmischung bestand bei mi aus gehackten Pistazien, gesalzenen Sonnenblumen-, Kürbis- und Zederkernen.

Als Dressing gibt es eine Vinaigrette die ich mit etwas Limettensaft und Chilipulver abgeschmeckt habe. Man kann den Salat so in seinen einzelnen Bestandteilen auf einer Platte anrichten und dann die Vinaigrette darüber träufeln, oder eben alles mit dem Dressing in einer großen Salatschüssel mischen und anrichten.

Zum Salat habe ich ein paar Vollkorn-Rounds mit Rote Bete Creme gemacht. Das gesamte Rezept gibt es wieder wie immer am Ende des Posts.

Wichtig bei den Beten ist noch zu erwähnen, dass ihr sie nicht Gramm genau bekommt. Es wird immer ein Rest bleiben, den kann man dann gut in einem weiteren Salat, oder in einem bunten Gemüsetopf verwenden.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig Appetit auf so etwas leckeres wie meinen bunten Winter-Gemüsesalat machen, der im wahrsten Sinne des Wortes auch schön knackig … Weiterlesen...

Pfefferpotthast mit Stielmuspüree

Pfefferpotthast (3 von 9)

Hallo ihr Lieben!

Ein letztes Mal in diesem Jahre geht es auf die kulinarische Weltreise mit unserem Reiseleiter Volker vom Blog Volkermampft. Dieses Mal bleiben wir in Deutschland auf der Suche nach den besten Rezepten und Gerichten aus der deutschen Küche. Das fiel mir nicht schwer denn als bodenständiger Westfale gibt es bei mir, auch passend zur Jahreszeit, einen herzhaften Pfefferpotthast und dazu ein cremiges Stielmuspüree.

Blogger Aktion

 

Pfefferpotthast

Ein Pfefferpotthast ist ein traditionelles Gericht aus unserem schönen Land, mit dem Ursprung im westfälischen. In Dortmund wurde es erstmals urkundlich zum Ende des 14. Jahrhunderts erwähnt. Ganz allgemein gesehen zählt es zu den Ragouts bzw. Gulasch und setzt sich aus den drei Wörtern Pfeffer, Pott und Hast zusammen.

POTT steht dafür, dass alles in einem Pott gemacht wird. Heute würde man dazu auf neudeutsch eher „One-Pott-Rinder-Ragout“ sagen.

Das Wort HAST steht für das dafür verwendete Stück Rindfleisch, als wesentlicher Bestandteil des Gerichts.

Bei PFEFFER sind sich die Gelehrten nicht ganz einig. Es kann für ein bestimmtes Gewürz stehen, aber auch für eine kräftig gewürzte Brühe.

Pfefferpotthast (1)

Für den Pfefferpotthast wird zuerst gewürfeltes Rindfleisch in Schweineschmalz angebraten und anschließend mit reichlich Zwiebeln, Brühe, sowie diversen Kräutern und Gewürzen zart geschmort. Zum Schluss kommt noch reichlich Pfeffer, Zitronensaft und Kapern daran.

Traditionell wird es im Sommer mit Salz-Kartoffeln, oder in der kalten Jahreszeit mit Roter Beete und Gewürzgurken gegessen.

Ich habe meinen Pfefferpotthast ein ganz klein wenig abgeändert. Ich habe keine Kapern verwendet, sondern in Scheiben geschnittene Gewürzgurken, die ich kurz vor Schluss untergerührt habe. Des Weiteren habe ich zusätzlich zur Brühe noch eine Flasche dunkles Bier hinein gegeben.

Serviert habe ich es mit einem cremigen Stielmusspüree. Das geht recht einfach indem man ein Kartoffelpüree anrührt und das grob geschnittene Stielmus unterhebt.

The end

Ich hoffe ich konnte euch jetzt für dieses traditionelle Gericht begeistern und ihr probiert es einfach mal aus.

So ihr Lieben, das war jetzt für dieses Jahr mein letzter Blogpost. Nach ca. 80 Blogpost werde ich jetzt in eine kleine Pause einlegen um in Ruhe mit meiner Familie Weihnachten und Silvester zu feiern.

Ich wünsche euch und euren Familien von ganzem Herzen ein schönes Weihnachtsfest, für das neue Jahr alles Gute und vor allen Dingen Gesundheit. Meinen nächsten Post gibt es hier wieder Anfang Januar.

Recht herzlich bedanken möchte ich mich auch noch bei unserem Reiseleiter Volker vom Blog Volkermampft  für die tolle Organisation dieser Challenge.

Genießt das Leben,
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Richtig Wild – eine “wilde“ Rezension mit Genuss – *Werbung*

Richtig Wild (13 von 10)

Hallo ihr Lieben!

Heute geht es auf meinem Blog richtig Wild zu. Ich liebe dieses Wortspiel wenn es sich um Wild handelt, so nach dem Motto endlich mal wieder „wild Wild“ essen. In meiner letzten Rezension für dieses Jahr stelle ich euch das Buch „Richtig Wild“ von dem Münsteraner Kochbuchautor Martin Krimphove vor, das im LV.Buch Verlag erschienen ist.

Richtig Wild (1 von 3)

Richtig Wild – Moderne Wildrezepte  –  Vielfältig und verdammt lecker

Passend zur Jahreszeit wird es wild in der Küche! Der Münsteraner Martin Kintrup präsentiert in seinem Buch „Richtig Wild“ leckere Variationen moderner und klassischer Wildrezepte, die auch Wild-Kochanfängern sehr gut gelingen.

In dem Buch wird auf leckerste Weise gezeigt, dass es nicht immer nur Braten oder Ragout sein muss. Denn heimisches Wildfleisch macht sich auch super in mediterranen Gerichten, auf dem Grill oder in Streetfood. In dem Buch werden zusätzlich zu einem nützlichen Theorieteil auch die passenden Rezepte, modern und leicht verständlich, mit geliefert.

Denn mit Wildschweinsteaks in Kaffeekruste oder Hirschlasagne wird zu Hause das Sonn- oder Feiertagsessen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ebenfalls macht sich das heimische Wildfleisch super in mediterranen Gerichten wie zum Beispiel in einer Paella oder in einer Teriyaki-Bowl.

Der Autor entwickelt sogar ganze Menüvorschläge inklusive Desserts und Tipps zum stressfreien Ablauf bei der Zubereitung.

Martin Kintrup

Der Autor und Foodstylist lebt auf einem Bauernhof am Stadtrand von Münster. Sein 80 jähriger Vater der ein begeisterter Gärtner ist legte ihm quasi die Liebe zur Natur in die Wiege. Nach dem Abitur entschied er sich für das Studium der Landschaftsökologie.

Während des Studiums entdeckte er seine zweite große Liebe – das Kochen. In einem Restaurant in Münster kochte er mehrere Jahre mit großer Freude und entdeckte dabei wie vielfältig und lecker unter anderem auch die fleischlose Küche sein kann.

Mit seinem ersten Kochbuch wurde für ihn das Schreiben über das Kochen zum Beruf. Seit nunmehr 16 Jahren arbeitet er nun schon erfolgreich als Autor, inzwischen auch als Foodstylist. In dieser Zeit sind von ihm fast 50 – zum Teil preisgekrönte Bücher – erschienen. Mit seinen Büchern vereint Martin Kintrup seine zwei großen Passionen und beweisst, dass eine nachhaltige Lebensweise und grenzenloser Genuss kein Widerspruch sein müssen.

Richtig Wild“ – das neue Kochbuch von Martin Kintrup – belegt vor drei Woche den zweiten Platz in der Kategorie „Wild“ beim Deutschen Kochbuchpreis. Dazu von dieser Stelle aus meinen herzlichen Glückwunsch.

Richtig Wild (2 von 3)

Meine beiden Rezepte 

Getreu meinem Motto … Weiterlesen...

Rote Beete Puffer mit Kräuter-Schmand und Räucherforelle

Rote Beete Puffer (8 von 10)

Hallo ihr Lieben!

Heute wird es bei mir bunt, allerdings nicht mehrfarbig sondern violett. Denn ich mache mit bei der Challenge Die Farben des Herbstes“. Ich habe allerdings jetzt nichts für euch gemalt, zumindest nicht im Sinne von Malen. Ich habe leckere Rote Beete Puffer gebraten und dazu gab es einen Dill-Schmand mit geräucherten Forellenfilets.

Was es mit der Challenge auf sich hat und warum ich Violett gewählt habe erfahrt ihr jetzt.

Rote Beete Puffer (1 von 10)

Die Farben des Herbstes

Also das was mich mit Farben verbindet ist, wenn eine schön Farbauswahl bei mir für gute Stimmung sorgt. Was ich sonst noch mit Farben zu tun habe bzw. hatte, stammt noch aus meiner Schulzeit im Kunstunterricht, bzw. der Zeit als meine beiden Töchter klein waren. Da gab es doch diese Malbücher wie „Malen nach Zahlen“ etc. und dann haben die Kinder schön alles ausgemalt.

Nun aber zur eigentlichen Challenge. Für diese kleine, bunte Challenge haben sich sieben Blogger*Innen zusammengetan. Die Aufgabe bestand darin, dass sich jeder Blogger*In eine Herbstfarbe aussuchen konnte und dazu ein Rezept kreiren und entsprechend auf dem jeweiligen Blog veröffentlichen musste.

Warum habe ich jetzt die Farbe violett genommen? Ganz einfach, etwas Food in der Farbe zu kochen, zu backen oder zu braten ist für mich eine Herausforderung. Hinzu kommt noch, dass mir die Farbe violett sehr gut gefällt. In ihren vielen farblichen Nuancen ist es für mich eine sehr schöne Herbstfarbe.

Foto-Copyright: Kirstin vom Blog Naschware

Rote Beete Puffer (6 von 10)

Rote Beete Puffer mit Dill-Schmand und Räucherforelle

Ich habe lange hin und her überlegt was könnte ich wohl alles mit der Farbe violett anstellen. Ich habe mich auf dem Wochenmarkt in Münster umgesehen was es an violettem Gemüse gibt. Habe mich über die Kocheigenschaften informiert und festgestellt, dass vieles doch beim Kochen die Farbe verliert. Also bin ich letztendlich bei der Rote Beete gelandet.

Nun ging es weiter. Was mache ich mit Rote Beete? Ich habe in meiner Rezeptsammlung geblättert, im Internet geguckt und als ich auch da nicht fündig geworden bin habe ich meine veganen/vegetarischen Bücher durchgeblättert und bin bei einem Rezept in dem Buch „Gemüse als Hauptgericht“ von Anne-Katrin Weber und Wolfgang Schardt hängen geblieben und auf die Idee gekommen, das man doch mal leckere Puffer mit Rote Beete machen konnte. Gesagt, getan.

Die paar Lebensmittel und den Fisch eingekauft und sofort ging es an zur Sache. Dabei herausgekommen sind violettfarbene Puffer die auch noch köstlich geschmeckt haben. Der Dill-Schmand … Weiterlesen...

Zwetschgenkuchen vom Blech mit Quark-Öl-Teig

Zwetschgenkuchen vom Blech (10 von 12)

Hallo ihr Lieben!

Blechkuchen scheint in diesem Jahr wohl echt der Renner zu sein und ich habe noch bislang keinen gemacht. Geht ja gar nicht habe ich mir gedacht und schnell einen leckeren Zwetschgenkuchen vom Blech mit einem Quark-Öl-Teig angerührt. So ganz klassisch halt mit einer leckeren Tonkabohnensahne, denn die gehört für mich einfach dazu. Das ist alles ganz schnell gemacht so dass man auf die Genussfreuden nicht all zulange warten muss.

Ich habe in früheren Zeiten sehr viel mit Quark-Ölteig gemacht weil es einfach herrlich schnell geht und er gut zu Kuchen, aber auch zu Pizza passt er ganz prima.

Zwetschgenkuchen vom Blech (1 von 12)

Zwetschgen vs. Pflaumen

Pflaumen sind rund und im Gegensatz zu den länglichen Zwetschgen saftiger. Sie eignen sich daher besonders gut für Mus, Konfitüren und Chutneys.

Zwetschgen zeichnen sich durch ein festeres Fruchtfleisch aus, dass auch nach dem Erhitzen seine Form behält. Sie lassen sich im Gegensatz zu anderen Pflaumensorten leicht entsteinen, da sich der Kern gut vom Fruchtfleisch löst. Aufgrund dessen sind Zwetschgen hervorragend zum Kuchen backen geeignet, sowie für meinen Zwetschgenkuchen vom Blech.

Zwetschgenkuchen vom Blech mit Quark-Öl-Teig  

Wenn ich an meine Kindheit zurückdenke, gab es bei uns den Zwetschgenkuchen in der Regel nur vom Blech. Mal mit einem Hefeteig als Unterlage, mal mit Rührteig und mal mit einem Quark-Öl-Teig. Dazu wurde immer eine ordentliche Portion Vanille-Sahne serviert. In meinem Falle habe ich natürlich auch diese Sahne dazu serviert, aber sie noch mit geriebener Tonkabohne verfeinert.

Damit der Kuchen etwas Crunch hat habe ich vor dem Backen noch ein paar gehackte Haselnüsse darüber gestreut und ganz wichtig Zimt und Zucker.

Wenn ihr meine Fotos anseht werdet ihr eventuell so ein paar Zwetschgen darauf vermissen, die gehören ja irgendwie dazu. Leider habe ich etwas eng kalkuliert und habe alle Zwetschgen gebraucht. Kann mal passieren. Dafür habe ich sie zumindest vorab mit den anderen Zutaten abgelichtet. Das Rezept findet ihr wie immer am Ende des Posts.

Ich hoffe ihr habt jetzt beim Anblick meiner Fotos etwas Appetit drauf bekommen und möchtet ihn gerne ausprobieren. Dann mal los ein paar Zwetschgen kaufen, den Teig ansetzen und ab damit in den Ofen. Meinen nächsten Post gibt es hier wieder am Freitag, den 17. September. Dann bin ich wieder unterwegs mit der Kulinarischen Weltreise in Richtung Asien. Mehr verrate ich euch aber noch nicht.

Genießt das Leben!
Michael

 

Hier habe ich noch ein paar weitere Rezepte mit Zwetschgen für euch.

Zwetschgen-Tarte mit Weiterlesen...

Edamame-Stulle Hoch Drei

Edamame-Stulle Hoch Drei (4)

Hallo ihr Lieben!

Ich war wieder in der Landwirtschaft unterwegs. Genauer gesagt im westfälischen Beckum-Roland. Dort habe ich im Rahmen der Kampagne MAG DOCH JEDER den Hof Sprenker des Landwirts Benedikt Sprenker besucht. Er produziert auf seinem Hof unter anderem Edamame, wofür ich mich dieses Mal besonders interessiert habe. Ich habe mir nach Beendigung meines Besuchs auch eine Tüte voll mitgenommen und daraus ein köstliches Bauernbrot mit Edamame gebacken. Des Weiteren habe ich eine leckere Stulle kreiert und sie – Edamame-Stulle Hoch Drei – genannt. Warum erfahrt ihr im Text.

Logo-Credit: MAG DOCH JEDER 

Mag Doch Jeder (24)

MAG DOCH JEDER

Eier und Milch, Obst und Gemüse, Wurst und Käse diese beispielhaft genannten Lebensmittel landen täglich beim Verbraucher auf dem Teller und werden Tag für Tag von vielen Landwirtinnen und Landwirten aus der Region produziert.

Um die Arbeit der Landwirte dem Verbraucher näherzubringen wurde in Westfalen-Lippe eine außergewöhnliche Initiative mit dem Motto „ MAG DOCH JEDER“ ins Leben gerufen. Zirka 1.000 Höfe finanzieren freiwillig mit ihren Beiträgen diese Initiative.

Ziel ist es die Verbraucher für die heimische Landwirtschaft zu begeistern und dabei zu zeigen wie echt und authentisch Landwirte arbeiten.

Dazu gibt es unter anderem gesammelte Geschichten über Bauernfamilien. Da geht es um händische und anstrengende Arbeit, ums Tierwohl und technische Innovationen im Stall wie auf dem Feld.

Höfe werden präsentiert, Hintergrundwissen über Ackerbau und Tierhaltung sowie Ernährungstipps oder Rezepte werden weitergegeben.

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat die Kampagne viel erreicht: Über 25 Millionen Mal haben Nutzer die markante Sprechblase (s.o.) in bekannten sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook sowie auf der Website der Initiative gesehen. In einem Webshop können interessierte Verbraucher und Landwirtschaftsfans neuerdings „MAG DOCH JEDER“-Produkte kaufen – bis hin zu Gläsern oder Sweatshirts.

Im Rahmen meines Posts habt ihr die Gelegenheit drei tolle Artikel aus dem Webshop zu gewinnen. Dazu mehr am Ende des Posts.

Die Kampagne ist Teil einer Gesamtanstrengung der Initiative Landwirt schafft Leben, um mit Verbraucherinnen und Verbrauchern neu ins Gespräch zu kommen.

Edamame-Stulle Hoch Drei (34)

Hinfahrt mit Umweg

Bevor ich näher auf den Hof und seine Erzeugnisse eingehe möchte ich euch noch erzählen, dass die Hinfahrt mit einem kleinen Umweg versehen war. Ich bin von zu Hause aus gestartet, hatte mir im Internet vorher noch schnell, die Betonung liegt auf schnell, die Adresse aufgeschrieben und ins Navi eingegeben.

Soweit, so gut. Als ich an der eingegebenen Adresse angekommen bin, schaut mich ein Landwirt mit dem gleichen … Weiterlesen...

Stullen – dreimal lecker belegt

Stullen (4)

Hallo ihr Lieben!

Nichts geht über lecker belegte Stullen, oder was meint ihr? Jetzt fragt ihr euch bestimmt wieso Stullen, bei uns heißt das Butterbrot oder Kniffte oder wie auch immer. Aufgewachsen bin ich mit dem Begriff Butterbrot, aber im Laufe der Jahre hat sich das bei mir immer mehr geändert hin zum Begriff der Stulle und auch die Belegung derselben wurde immer extravaganter und mehrschichtiger..

Aber wie komme ich jetzt auf meine geliebten Stullen?

Stullen (2)

Begriffserklärung – ein Versuch

Die Berliner Variante für die Scheibe Brot kommt wohl aus dem Niederdeutschen. Denn Stulle heißt dort „Stück oder Brocken“ und wird seither in Berlin als Begriff für die „bestrichene bzw. belegte Brotschnitte“ benutzt. …

Der Begriff Kniffte, kommt aus dem Ruhrpott. Es ist ein Butterbrot nach Wunsch belegt. Besonders beliebt als das auf die Arbeit mitgenommene Pausenbrot, das aus zwei aufeinander gelegten Brotscheiben mit Belag besteht. Eine Kniffte mit ohne Firlefanz ist eine Scheibe Brot lediglich mit guter Butter als Aufstrich.

Bei uns in Münster gibt es auch einen besonderen Begriff dafür. Hier heißt das auf masematisch Knierfte. Masematte, ein leider fast ausgestorbener “schichtenspezifischer Sonderwortschatz“ von rund 500 Wörtern, der von Leuten die es nutzen in Verbindung mit der ortsüblichen Umgangssprache gesprochen wurde und bedeutet schlicht und einfach Butterbrot.

Aber egal wie man sie nennt, sie schmecken immer, egal ober Morgens, Mittags oder Abends.

Stullen (3)

Stullen – dreimal lecker belegt

Vor langer Zeit hatte ich einmal die Gelegenheit an einem Brottest einer hiesigen Bäckerei in Münster teilzunehmen. Mir haben die zu testenden Brote nicht nur alleine sehr gut geschmeckt, sondern ich habe sie natürlich auch stullenmäßig saulecker belegt.

In einem Post, den ich euch am Ende dieses Posts verlinke, könnt ihr alles darüber nachlesen und ihr seht natürlich auch was ich Leckeres drauf gepackt habe.

Im Rahmen meines Posts habe ich per Facebook und Instagram meine LeserInnen aufgefordert mir doch bitte ihre liebsten Stullen, samt Belag, mitzuteilen. Denn ich wollte mir davon drei Stück aussuchen, sie nachmachen und hier präsentieren.

Ja ich weiß, seitdem ist viel Wasser den Rhein hinunter gelaufen, aber JETZT endlich sind sie da. Die Stullen – dreimal lecker belegt. Bei den Belägen habe ich versucht soweit wie möglich den Belag so hin zu bekommen wie er mir vorgeschlagen wurde. Das jeweilige Ergebnis von mir und den Link zu den drei Teilnehmerinnen seht ihr immer unter der jeweiligen Beschreibung.

Um diese drei Brote ging es seinerzeit bei … Weiterlesen...